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musikalischer Sonntag : Spielmannszüge rocken Osdorf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sieben Spielmannszüge waren am Sonntag zu Gast in Osdorf und feierten mit den Osdorfer Musikern auf dem Sportplatz Geburtstag

shz.de von
erstellt am 08.Jun.2016 | 06:09 Uhr

Osdorf | Bei strahlendem Sonnenschein war am Sonntag in ganz Osdorf Musik zu hören. An verschiedenen Orten spielten sie auf – die Musikzüge aus Kaltenhof, Elmshorn, Nordhastedt, Ratzeburg, Ascheffel, Hamburg Osdorf und Kiel, um dann in einem gemeinsamen Umzug zum alten Sportplatz zu ziehen. Der stand an diesem Tag ganz im Zeichen des fünfjährigen Bestehens des Osdorfer Spielmannszuges.

Bunte Wegweiser, dekoriert mit Noten und Notenschlüsseln wiesen den Musikern und Besuchern den Weg. Für das leibliche Wohl der Besucher war aufs Beste gesorgt, kalte und warme Getränke, Würstchen, aber insbesondere der Eisstand hatte gut zu tun. Die Damen des DRK Neudorf-Bornstein gaben Kuchen aus und der Agrar-Oldtimer-Club Dänischer Wohld war mit einigen besonders schönen Traktoren ebenfalls dabei – zur großen Freude vieler Kinder, die mit Begeisterung auf den Zugmaschinen Platz nahmen. Eine besondere Attraktion war die große Tombola, die Lose fanden reißenden Absatz.

Ab 13 Uhr hatte jeder Musikzug Gelegenheit, sich dem Publikum zu präsentieren, die Musik schallte durchs Dorf, die Tambourstäbe wirbelten durch die Luft. Und wer dachte, dass Spielmannszüge „altmodisch“ sind, wurde eines Besseren belehrt: „Ich finde es toll, dass die Züge auch viele moderne Stücke, sogar Popmusik spielen,“ sagte Kirsten Luxenburg, die in Osdorf zu Besuch war und von den fröhlichen Klängen auf den alten Sportplatz gelockt worden war.
„Das ist wirklich etwas für die ganze Familie“, stelle Susanne Klöhn aus Borghorsterhütten fest, „auch bei den Tombola-Preisen wurde gerade an die Kinder gedacht, wirklich klasse.“

Die Vorsitzende und Stabführerin des Osdorfer Spielmannszugs, Alexandra Butler sagte glücklich: „Alle Mühe und Arbeit im Vorfeld haben sich mehr als gelohnt, trotz des heißen Wetters läuft alles wie am Schnürchen. Die Resonanz, egal ob von Mitwirkenden oder Zuschauern, ist durchweg positiv.“

Die Marchingband „Red Diamonds“ aus Elmshorn hatte mit ihren schwarzen Mützen und der dunklen Kleidung besonders mit der gnadenlosen Sonne zu kämpfen – bis Angehörige eines anderen Musikzugs auf die Idee kamen, einen faltbaren Pavillon über der dankbaren Band zu platzieren. Der Osdorfer Spielmannszug spielte als letzter und präsentierte neu eingeübte Stücke, wie den Petersburger Marsch, aber auch einen Mambo mit viel Percussion, dessen Rhythmus jedem ins Blut ging. Als Höhepunkt wurde der eigens für dieses Fest von Alexandra Butler komponierte „Osdorfer Marsch“ uraufgeführt.

Als sich am Ende die noch anwesenden Musikzüge neben den Osdorfern aufstellten und alle gemeinsam zum Abschluss den Mambo spielten, waren alle begeistert: „Wenn man bedenkt, dass diese unterschiedlichen Musikzüge ja nie gemeinsam geübt haben, kann man echt nur staunen, wie gut alle zusammen musizieren“, lobte Birgit Möller aus Gettorf, die das schöne Wetter genutzt hatte, um eine Fahrradtour nach Osdorf zu machen. Der Applaus nahm kein Ende und lautstark wurden Zugaben gefordert. Die Musikzüge zogen bunt gemischt in einem großen Kreis um „Chefin“ Alexandra Butler herum und das erste Stück, das der Osdorfer Spielmannszug nach seiner Gründung eingeübt hatte, erklang: „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“.

„Ich freue mich schon auf unser zehnjähriges Bestehen, das wird dann auch wieder groß gefeiert“, versprach Butler zum Schluss.

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