Nachwuchsretter : Spielerischer Einstieg ins Ehrenamt

Nachwuchs-Retter im Einsatz: Die DRK-Jugend aus Wesselburen und Nordhastedt in Dithmarschen.
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Nachwuchs-Retter im Einsatz: Die DRK-Jugend aus Wesselburen und Nordhastedt in Dithmarschen.

DRK-Landeswettbewerb zu Gast in Rieseby / Ortsverein möchte eigene Jugendgruppe gründen

shz.de von
24. Juni 2014, 06:00 Uhr

Fest in der Hand des DRK war Rieseby am Sonnabend. 140 Nachwuchsretter waren in zwölf Kreisgruppen mit ihren Betreuern aus dem ganzen Land gekommen, um im Landeswettbewerb die Besten der Kreissieger zu ermitteln. Der Riesebyer DRK-Ortsverein, der selbst zurzeit keine Jugendgruppe hat, hatte sich zum zweiten Mal in Folge bereit erklärt, den Gastgeber zu spielen für diejenigen, die sich mit Leib und Seele der guten Sache verschrieben haben. „Das ist ein wahrer Glücksfall für uns, denn Rieseby ist ein perfekter, schöner Ort und bietet die perfekte Voraussetzungen für den Landeswettbewerb“, sagte der Cheforganisator des Wettbewerbs, Markus Bethien.

Zum Start der Leistungsprüfungen hatte das DRK zu einer neuen Informationsveranstaltung geladen: In der Mühle Anna fand ein Pressegespräch statt, zu dem reichlich Prominenz angereist war. Mit Torsten Geerdts, dem DRK-Landesvorstand,war nicht nur der Landesvorstand vertreten, sondern auch ein überzeugter Fan der DRK-Jugendarbeit. Er dankte Karl-Heinz Lappöhn als Vorsitzendem des Mühlenvereins für die Öffnung der Mühle, Helga Lemburg als Konrektorin der Schleischule für die erneute Möglichkeit der Nutzung der Schule, dem DRK-Ortsverband für die herzliche Begleitung und dem Jugend DRK für die überzeugende Arbeit. „Im Landeswettbewerb verbindet sich der Sinn für das Gemeinwohl und Demokratie mit der Verantwortung für andere. Hier werden junge Menschen an das Ehrenamt herangeführt. Spielerisch, aber auch mit dem nötigen Ernst.“ Er erinnerte an einen demnächst anstehenden Jugendaustausch zwischen Schleswig-Holstein und Estland, wo unter anderem ein barrierefreier Grillplatz in Raisdorf entstehen soll. „Mich begeistert das richtig tief“, sagte Geerdts, der Bürgermeister Jens Kolls zu dem vitalen Gemeindeleben gratulierte, in dem auch Jugendarbeit eine große Rolle spielt. Kolls verwies darauf, dass es immer wichtiger werde, Gruppenerlebnisse für Heranwachsende zu organisieren. Junge Menschen ans Ehrenamt heranzuführen sei eine große Aufgabe auch für Rieseby. Waltraut Folge bekräftigte ihren Wunsch,eine eigene DRK-Jugendgruppe zu gründen. Dass das möglich sei, zeige die Jugendfeuerwehr,die mit Donar Axmann und Florian Rau zusammen mit Gemeindewehrführer Heiko Hoop gekommen waren. „Dass sonst niemand gekommen ist, trifft mich persönlich“, sagte Waltraut Folge. Sie hatte alle Vereine und Verbände der Jugendarbeit eingeladen. Dafür erhielt sie viel Lob für das gesellschaftliche Engagement ihres Ortsverbands insgesamt. „Es ist unglaublich, was das DRK für den Ort leistet“, sagte auch Riesebys stellvertretender Bürgermeister Hartmut Schmidt. „Ohne das DRK wären wir fast nichts“, lobte auch Donar Axmann die Gruppe um Waltraut Folge und Mariechen Bauer.

Heiko Hoop selbst erhielt herzliche Anerkennung von Hermann Mühlen, Bildungsreferent des DRK-Landesverbands. „Was Freundlichkeit, Umsicht, Kreativität und Genialität angeht, gibt es eine neue Werteinheit: ein Hoop!“ Heiko Hoop hatte als Hausmeister der Schleischule die Rahmenbedingungen für den Landeswettbewerb federführend gestaltet. Der Wettbewerb selbst beinhaltet Stationen mit verschiedenen Aufgabenstellungen. Ein Drittel der Aufgaben kommt aus dem klassischen Bereich der Ersten Hilfe, der Rest aus gesellschaftlich relevanten Fragen wie Klimaschutz oder Gesundheit. Den ganzen Tag lang stellten sich die 13- bis 16-Jährigen den verschiedenen Aufgaben, um am Ende den Landessieger zu küren, der Schleswig-Holstein dann im September auf dem Bundeswettbewerb in Thüringen vertreten wird: Die Gruppe aus Leck/ Nordfriesland.

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