Lauf zwischen den Meeren : Spiele, Sport und Live-Musik – trotz Gema

Noch herrscht gähnende Leere auf dem Sportplatz. Gemeindevertreter Reiner Herzog und Sportvereinsvorsitzende Frauke Kann versprechen für Sonnabend aber ein buntes Programm – trotz Gema-Gebühren.
Noch herrscht gähnende Leere auf dem Sportplatz. Gemeindevertreter Reiner Herzog und Sportvereinsvorsitzende Frauke Kann versprechen für Sonnabend aber ein buntes Programm – trotz Gema-Gebühren.

Lauf zwischen den Meeren: Verwertungsgesellschaft bringt Sportverein und Gemeinde in die Bredouille

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28. Mai 2015, 06:53 Uhr

Noch sind die Richtungspfeile auf dem Asphalt nicht ganz verblichen, da startet auch schon der nächste Lauf zwischen den Meeren. Rund 700 Teams gehen am Sonnabend, 30. Mai, auf die knapp 100 Kilometer lange Strecke zwischen Husum und Damp. Veranstalter ist in diesem Jahr Zippel’s Läuferwelt.

In Fleckeby auf dem Waldsportplatz im Louisenlunder Weg wird es den sechsten Wechsel des Staffellaufs geben. Für Sportler und Zuschauer bieten Sportverein und Gemeinde seit dem Beginn des Laufevents ein buntes Programm. Los geht es ab 11.30 Uhr. Eine große Hüpfburg wird es geben, auch die Riesenrutsche wird aufgebaut werden. Auf der Bühne stehen die „City Band“ und die Hip-Hopper des Sv Fleckeby und TSV Kosel. Vereine und Verbände präsentieren sich, einige bieten Spiele und Mitmachaktionen an. Die Feuerwehr grillt, und es gibt ein reichhaltiges Kuchenbuffet.

In diesem Jahr mussten die Organisatoren besonders genau rechnen. „Die Gema hat uns eine Rechnung von über 2000 Euro geschickt“, sagte die SV-Vorsitzende Frauke Kann. Nachforderungen aus den Jahren 2012, 2013 und 2014, außerdem Kontrollgebühren, für den Auftritt der Live-Band. Mittlerweile konnte die Summe auf 1500 Euro reduziert werden. Für dieses Jahr sollen 500 Euro an die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte gezahlt werden. „Berechnungsgrundlage ist die Veranstaltungsfläche“, sagt Frauke Kann. Und da schlägt der Sportplatz mit seinen 2000 Quadratmetern natürlich gehörig zu Buche. Durch die Mitgliedschaft des SV Fleckeby beim Olympischen Sportbund konnten die Kosten gedrückt werden. Anders sehe es aus, wenn die Gemeinde als alleiniger Veranstalter des Laufereignisses auftreten würde.

„Die Gemeinde wird die 500 Euro übernehmen“, sagt Gemeindevertreter Reiner Herzog (FWG). Die Veranstaltung soll aber weiterhin kostendeckend bleiben. Daher übernehmen die Eckernförder Bank die Kosten für die Rutsche und die Fördesparkasse für die Hüpfburg. „Wir hätten uns im Programm sonst deutlich einschränken müssen“, betont Reiner Herzog. Auch eine Preiserhöhung bei Speisen und Getränken wollte man nicht. Dabei sei der Lauf zwischen den Meeren die größte Veranstaltung des Jahres im Dorf. Läufer und Besucher würden immer begeistert über den Wechsel in Fleckeby sprechen. Und gerade auf die Musik wolle man nicht verzichten, die motiviere doch gerade die Sportler.

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