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Eckernförder Zeitung

24. August 2017 | 11:12 Uhr

Spielball und üppiges Grün

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Als Rechtsaußen hat Dierk Berner einst die Abwehrreihen der Gegner schwindelig gespielt und von 1979 bis 87 in 202 Spielen 250 Tore für den THW Kiel geworfen. In den letzten vier Jahren war Berner Kapitän der Zebras und gewann 1983 und 85 die Vizemeisterschaft.

Eine Führungsrolle spielt der 59-Jährige mit Wikipedia-Eintrag auch heute noch – bei der Handelsgenossenschaft Coop Schleswig-Holstein. Und in dieser Rolle erlebten die Eckernförder ihn jüngst im Bauausschuss bei der Vorstellung der Kinoplanung auf dem Sky-Markt in der Gartenstraße. Der ehemalige Spitzenhandballer machte auch auf dieser Bühne eine gute Figur und führte mit „seinem“ Architekten Stefan Rimpf aus Eckernförde und dem Heider Kinobetreiber Ralf Thomsen souverän durch die Präsentation. Das ungewöhnliche Coop-Kinoprojekt wird getragen von der Hoffnung vieler Eckernförder auf eine Realisierung, denn sie warten nach dem Abbruch des alten Kino-Centers in der Kieler Straße (heute C&A) nun schon seit fast viereinhalb Jahren auf die Neueröffnung. Bis vor wenigen Wochen gab es nicht mal einen mehrheitsfähigen Standort, jetzt bereits einen auf den ersten Blick vielversprechenden Planungsentwurf.

Coop hat den Querpass aus Eckernförde angenommen und ist dabei, ihn zu verarbeiten und einzunetzen. Eine Abwehr gibt es in diesem Fall nicht, nicht mal einen Torwart, weil diesen Treffer niemand verhindern möchte. Der Angreifer muss den im Spiel befindlichen Ball nur noch verwandeln. Ob er’s tatsächlich macht, oder ob es sich um einen Schachzug ohne finalen Abschluss handelt, wird sich zeigen. Denn nach wie vor gibt es die eine oder andere Unke, die noch nicht so recht daran glauben mag, dass der eingeleitete Spielzug auch wirklich zu Ende gespielt wird. So mancher Unkenrufer befürchtet, Coop würde sich nur deshalb so weit aus dem Kino-Fenster lehnen, um Markant auf dem Skaterpark zu verhindern, um dann womöglich am Ende der Planungsphase die Kino-Etage wieder zu streichen und sich allein auf die Modernisierung oder den Neubau des Sky-Markts zu konzentrieren.

Nach dem überzeugenden Auftakt im Bauausschuss zwar schwer vorstellbar, aber eben auch nicht gänzlich auszuschließen, weil auf dem Weg zur erfolgreichen Realisierung noch allerlei Untiefen zu umschiffen und Kosten zu stemmen sind.

Lange Halme statt kurzer Rasen, kreuz und quer blühende Wildblumen und Wildkräuter – früher sagte man Unkraut dazu –, statt gepflegte Beete. Park-Philosophien, die derzeit im Bürgerpark frontal aufeinanderprallen. Die „angezieglerte“ Stadtgärtnerei mag’s lieber wild und kräfteschonend, der eine oder andere Anwohner oder Passant hätte es lieber blühend und gepflegt. Ob der kleine Park es hergibt, beiden gerecht zu werden? Also weder flächendeckender Wildwuchs noch Gärtners Liebling?

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erstellt am 11.Jun.2016 | 06:19 Uhr

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