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Jubiläum : Spiel, Spaß und eine ganz seltene Ehre

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Feuerwehr Osdorf feiert 125-jähriges Bestehen eingebettet in den Amtsfeuerwehrtag / Feuerwehr Ehrenmedaille in Gold für Ernst Heinrich Staack

Osdorf | Elf Feuerwehr-Teams aus dem ganzen Amtsbereich kamen am Sonnabend zusammen, dazu sandte die Jugendfeuerwehr Gettorf eine Abordnung und eine Mannschaft von der befreundeten Feuerwehr aus Hamburg-Osdorf war ebenfalls zu Gast: Die Freiwillige Feuerwehr Osdorf feierte nicht nur ihr 125-jähriges Bestehen – sie war auch Ausrichter für den diesjährigen Amtsfeuerwehrtag.

Ob beim Menschen-Fußballkicker, beim Bogenschießen oder am Schwammkatapult – die insgesamt 13 Mannschaften hatten viel Geschick und teilweise auch Ausdauer zu beweisen, denn die Osdorfer Kameraden um Wehrführer Jan Hoffmann hatten sich lustige Spiele ausgedacht. Wasser musste über einen schwierigen Parcours mit Hilfe einer Schubkarre transportiert werden, beim Torwand-Schießen waren fußballerische Fertigkeiten ebenso von Vorteil, wie auf dem aufblasbaren Fußballfeld, das einem Tischkicker nachempfunden war und auf dem ein Team der Osdorfer Jugendfeuerwehr das Tor tapfer verteidigte. „Das war anstrengend, hat aber viel Spaß gemacht. Leider konnten wir nicht gewinnen“, sagte Anna-Sophie Dier (17), die mit der Jugendfeuerwehr Gettorf angetreten war. Am besten gefallen, habe ihr aber das Schießen auf dem Schießstand in Dibberns Gasthof. „Dazu hat man sonst selten Gelegenheit“, sagte Gruppenleiterin, die im kommenden Jahr in den aktiven Dienst wechseln möchte. Unter die ersten drei Plätze schaffte es der Nachwuchs aus Gettorf bei der Siegerehrung am Ende dieses Mal nicht. Da landeten die Teams aus Großkönigsförde 2 und aus Revensdorf. Als Sieger bei den spaßigen Spielen ging die Mannschaft aus der Nachbargemeinde Felm hervor, die besonders beim Torwandschießen punkten konnte. „Das war klasse“, sagte Amtswehrführer Jochen Bromann. Die Osdorfer Wehr habe viel Arbeit investiert, alles sei top organisiert gewesen. „Alle Wehren waren begeistert“, lobte er am Ende.

Der Amtsfeuerwehrtag war eingebunden in die Feierlichkeiten zu dem großen Jubiläum. Am Vorabend waren rund 160 geladene Gäste zum Festkommers gekommen. Das Feuerwehrgerätehaus war nicht wiederzuerkennen und in einen Festsaal verwandelt worden. Jan Hoffmann wagte einen Blick zurück auf die 125 Jahre. „Eine unfassbar lange Zeit“, erklärte der junge Wehrführer (29). Er konnte auf die aufwändige Chronik zurück greifen, die eigens zu diesem Jahrestag entstanden war, und er bedankte sich bei allen, die daran mitgearbeitet hatten. Hoffmann konnte viele Glückwünsche und Geschenke entgegennehmen. Als Auszeichnung des Landes überreichte Dr. Thilo Rohlfs, Leiter des entsprechenden Fachbereichs im Kreis, die Silberne Ehrenglocke des Ministerpräsidenten.

Aber auch der Wehrführer hatte für einige der Gäste, zu denen viele Bürgermeister, der Amtsdirektor und der Amtsvorsteher sowie zahlreiche hochrangige Feuerwehrkollegen gehörten, Überraschungen parat. Osdorfs Ehrenbürgermeister Ernst Heinrich Staack war zwar nie aktives Mitglied, hat sich aber in seinen Funktionen als Gemeindevertreter, Bürgermeister und Amtsvorsteher mehr als 30 Jahre überdurchschnittlich für die Feuerwehr eingesetzt. Dafür zeichnete Kreiswehrführer Mathias Schütte ihn mit der höchsten Anerkennung aus, die einer Person verliehen werden kann, die nicht aktiv zur Feuerwehr gehört: die Deutsche Feuerwehr Ehrenmedaille in Gold. „Das ist eine ganz seltene Ehre, in unserem Amtsbereich hat sie noch niemand“, verriet der Amtswehrführer hinterher. Ebenfalls eine hohe Auszeichnung gab es für Jürgen Jöhnk, der seit 40 Jahren im Aktiven Dienst der Wehr steht. Er bekam das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold. Das Ehrenzeichen in Silber ging an Bernd und Wilfried Schmökel sowie Bernd Meyer für ihre 25-jährige aktive Mitgliedschaft.

Ausklingen ließen die Kameraden das Jubiläum mit einer Party, zu der die ganze Gemeinde eingeladen war, und die erst gegen 3 Uhr am Sonntag morgen endete.

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erstellt am 25.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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