First Responder-Team : Spezialeinheit bereit für den Einsatz

Die First-Responder-Einheit: (v.l.) Christof Hagen, Janik Rehbehn, Oke Reichel, Tino Dreyer, Thore Müller, Benjamin Neugebauer, Marko Schröter, Christopher Mohr. (es fehlen: Oliver Bölk,und Sebastian und Thomas Elm sowie Dirk Kindler und Stefan Link)
Die First-Responder-Einheit: (v.l.) Christof Hagen, Janik Rehbehn, Oke Reichel, Tino Dreyer, Thore Müller, Benjamin Neugebauer, Marko Schröter, Christopher Mohr. (es fehlen: Oliver Bölk,und Sebastian und Thomas Elm sowie Dirk Kindler und Stefan Link)

First-Responder-Team steht nach umfangreichem Ausbildungsprogramm / zuverlässige und schnelle Hilfe in den Gemeinden gewährleistet

shz.de von
24. Juli 2015, 06:36 Uhr

Dänischenhagen | „Es ist ein besonderer Tag heute“, verlor Bürgermeister Wolfgang Steffen feierliche Worte, als er und Martin Peters, Orts- und Gemeindewehrführer, zu Beginn der Woche die letzten Unterschriften unter die Verfahrensvereinbarung zwischen dem Rettungsdienst des Kreises Rendsburg-Eckernförde, der Berufsfeuerwehr Kiel, der Integrierten Rettungsleitstelle Mitte, der Gemeinde und der Feuerwehr Dänischenhagen setzten. Ihre Unterschriften unter der kreisübergreifenden Vereinbarung waren nach langen Vorbereitungen Voraussetzung für die Tätigkeit der neuen Einsatzeinheit, der sogenannten First-Responder-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Dänischenhagen, die als Helfer vor Ort bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zum Einsatz kommt – besonders dann, wenn dieser aufgrund langer Anfahrten oder wegen Überlastung nicht rechtzeitig eintreffen kann.

Nachdem sieben Kameraden der Wehr Dänischenhagen bereits ausgebildete Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten sind, erklärten sich sechs zusätzliche Brandschützer bereit, die Ausbildung zum Feuerwehrsanitäter abzuleisten. Gemeinsam bildet das 13-köpfige Team jetzt die First-Responder-Einheit, die zum 1. August offiziell zum Einsatz kommt. „Der eine oder andere Bürger hat noch gar nicht begriffen, was die Feuerwehr hier geleistet hat“, würdigte Bürgermeister Wolfgang Steffen den Einsatz der motivierten Brandschützer. Er sei selbst 15 Jahre lang Wehrführer gewesen, damals aber noch unter primitiven Bedingungen. Persönlich, aber auch im Namen der Gemeinde, sprach er den jungen Kameraden seinen besonderen Dank aus.

Die Leiter der First-Responder-Gruppe, Lehrassistent Tino Dreyer und der angehende Arzt Thore Müller, haben gemeinsam die Ausbildungsordnung zusammengestellt, wo vermerkt ist, dass es 48 Unterrichtseinheiten von je 45 Minuten sowie eine zusätzliche theoretische und praktische Prüfung geben muss. Automatisierte externe Defibrillation und Wiederbelebung, Atemwegssicherung und Beatmung, das Auffinden von Personen sowie Bedrohliche Blutungen und Schock sind einige der Inhalte, mit denen die Kameraden in der Ausbildung zu tun haben.

„Wir haben wirklich sehr motivierte Kameraden, die die Ausbildung aus eigenem Engagement heraus und zusätzlich zu den normalen Diensten gemacht haben. Hinzu kommen nochmal 20 Stunden Fortbildung jedes Jahr“, erklärte Thore Müller. Geprüft wird vor einem offiziellen Prüfungsausschuss unter ärztlicher Leitung.

Zum Equipment der First-Responder-Gruppe gehören eine spezielle Beatmungsausrüstung sowie ein erweitertes Erste-Hilfe-Paket. Im Vordergrund des Teams steht die Versorgung von lebensbedrohlichen Notfällen, die erweiterte Erste Hilfe und das „adäquate Reanimieren“, so Tino Dreyer, der deutlich betonte: „Wir fahren nicht zu einer Platzwunde am Kopf.“

Die Idee zur Gründung einer First-Responder-Einheit entstand, als die Wehr sich im Jahre 2007 durch eine Spende der DH Grundstücksgesellschaft einen automatischen externen Defibrillator anschaffen konnte. Vor dem Hintergrund, dass mehrere Kameraden rettungsdienstliche Erfahrung besaßen und nun über ein solches Gerät verfügten, kam der Wunsch auf, als Feuerwehr eine zusätzliche Hilfeleistung für die Bevölkerung anzubieten. Das Einsatzgebiet der Dänischenhagen First-Responder-Einheit umfasst die Gemeinden Dänischenhagen, Strande und Schwedeneck.

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