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Nussspenden : Spenden für Eichhörnchen: Nuss für Nuss in den Winter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eichhörnchen-Schutzstation ruft zu Nussspenden für den Winter auf.

shz.de von
erstellt am 21.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Mit einem Besucherrekord schließt die Eichhörnchen-Schutzstation im UmweltInfoZentrum Eckernförde (UIZ) das Jahr 2014 ab: Über 10 000 Besucher kamen, um die Tier zu besuchen und sich über die Arbeit der Schutzstation zu informieren. Seit 2006 besteht die Einhörnchen- Schutzstation am Noorwanderweg, der Bekanntheitsgrad steigt rapide. „Inzwischen gibt es Eichhörnchen-Paten in der ganzen Republik“, erzählt Moni Rademacher, Leiterin der Schutzstation. Erst diese Woche habe sie ein Eichhörchen-Futterhaus nach München geschickt.

In diesem Jahr wurden 130 Jungtiere in der Station am Noorwanderweg aufgepäppelt und wieder in der Natur ausgewildert. Neben den Findelkindern werden in der Schutz-Station auch gehandicapte Eichhörnchen, die nicht mehr ausgewildert werden können, in einem naturnahen Dauergehege gehalten. Derzeit leben dort zehn Tiere, die aufgrund neurologischer Schäden oder Zahnfehlstellungen nicht in freier Wildbahn überleben würden. „Sie brauchen einen geschützten Lebensraum“, sagt Rademacher. Eines von ihnen ist Eichhörnchen-Dame Miss Marple. Sie ist seit Kindertagen an Menschen gewöhnt und besonders zahm. „In der Natur hätte sie Schwierigkeiten zurechtzukommen.“

Die wildlebenden Artgenossen haben jetzt im Herbst ihre „aktive Zeit“ und sammeln ihre Nussvorräte für die Winterruhe, um sie im Erdboden einzugraben. „Eichhörnchen machen keinen Winterschlaf. Sie wachen zum Fressen mehrmals während des Winters auf.“ Das Füttern der Tiere im Winter sei kein Problem, so Rademacher. „Die nehmen sich, was sie brauchen – zu dick können sie nicht werden.“

Damit Dauergäste wie Miss Marple und auch die neuen Findelkinder im nächsten Jahr ausreichend Futter haben, freut sich die Schutz-Station über Nussspenden. „Wir brauchen vor allem Wal- und Haselnüsse mit Schale“, sagt Moni Rademacher. Diese lassen sich nicht nur besser lagern, sondern auch den Anforderungen entsprechend verarbeiten. „Einige Tiere bekommen einen Nussbrei, andere knacken die Nüsse noch selbst.“ Neben Nüssen fressen die Tiere auch Sonnenblumenkerne mit Schale oder Futtermais. Auch Stroh-, Heu- oder Schafswollspenden für die Kobel der Tiere nehmen die Mitarbeiter gerne an.

>Nussspenden können während der Öffnungszeiten, Di. bis So. von 10 bis 16 Uhr bei der Schutzstation, Am Noorweg, vorbeigebracht werden. Eichhörnchen-Futterhäuser erhalten Interessenten ebenfalls vor Ort oder auf Nachfragen bei Moni Rademacher (Tel. 04351/720 255 oder rademacher.ess@utsev.de) per Post. Kosten: 20 Euro. Weitere Informationen: www.eichhoernchen-eck.de.

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