Spenden für deutsche Kriegsgräber

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05. November 2013, 06:03 Uhr

Krieg ist kein Thema von gestern – das machte Fregattenkapitän Helmut-Christian Brodersen deutlich. Gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Sibbel zog der Standortälteste am letzten Sonnabend für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge durch die Eckernförder Innenstadt, um Spenden zu sammeln. Krieg sei ein aktuelles Thema. Vor allem für die Soldaten, die im Ausland eingesetzt würden. „Diesen Menschen und ihren Familien muss man nicht erklären, was Krieg auch heute noch bedeutet“, so Sibbel.

In seinen Augen sei die Spendensammlung noch immer ein wichtiges Thema. „Diese Aktion soll nicht nur auf Vergangenes, sondern genauso nach vorne gerichtet sein. Schauen sie sich beispielsweise den Krisenherd in Syrien an.“

Mit den Spenden wird unter anderem die Pflege von Gräbern finanziert. Außerdem wird mit dem Geld ermöglicht, bisher unbekannte Leichen zu identifizieren. Der Spendenbereitschaft der Eckernförder konnte selbst das schlechte Wetter nichts anhaben. Alle paar Meter klingelte die Spendenbüchse. Nicht nur ältere Menschen, die den Krieg noch hautnah miterlebt hatten, spickten sie mit dem einen oder anderen Euro – auch Jüngere warfen etwas. Noch drei Wochen lang werden rund 100 Helfer in Eckernförde unterwegs sein, um zu sammeln. „Zu erkennen sind sie an den blauen Spendenbüchsen“, so Brodersen.

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