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Tourismus : Speed-Rutsche für das Damper Entdeckerbad

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Damper Hauptausschuss empfiehlt zweite Rutsche für das Entdeckerbad und Aufwertung des Ostseeküstenradwegs

von
erstellt am 11.Mai.2016 | 06:59 Uhr

Damp | Mitte 2014 wurde das Entdeckerbad eröffnet, jetzt ist der Einbau einer zweiten Rutsche angedacht. Einstimmig empfahl der Finanz- und Hauptausschuss der Gemeinde Montagabend den Bau einer so genannten Speed-Rutsche für insgesamt rund 410  000 Euro. Diese Attraktivitätssteigerung des Bades war sowohl vom Bauherrn des Bades, der Kurbetriebe Damp (100-prozentige Tochter der Gemeinde Damp) und dem Betreiber, dem Ostsee Resort Damp, empfohlen worden, wie der Ausschussvorsitzende Gerhard Ulbrich bei der Sitzung erklärte.

Die Finanzierung der Rutsche, deren Einbau optional bereits bei der Planung des Bades berücksichtigt wurde, wird aus Mitteln der vom Betreiber jährlich bereitgestellten Reattraktivierungsmittel bezahlt. Seit Beginn des Betriebes sind so einschließlich der Zahlung für 2016 256  000 Euro eingezahlt worden. Für bereits vorgenommene Attraktivitätssteigerungen wurden bislang rund 19  000 Euro gezahlt, erklärte Ulrich Erichsen, Mitgeschäftsführer der Kurbetriebe Damp. Um die Attraktivität zügig zu steigern, empfahl der Ausschuss, die Differenz zu den Gesamtkosten vorzufinanzieren. Der Ausschuss empfahl daher einstimmig, für die Zwischenfinanzierung 180  000 Euro bereitzustellen. Der Betrag wird durch die weiteren jährlichen Teilbeträge der Reattraktivierungsabgabe getilgt. Stimmen die weiteren Gemeindegremien auch zu, dann könnte der Einbau während der jährlichen Revisionsschließung im November/Dezember erfolgen, stellte Rene Kinza, Mitgeschäftsführer der Kurbetriebe, fest. Technisch sei der Einbau kein Problem. Neben der vorhandenen Rutsche sei ein rundes Fenster für den Rutschenausgang und ein weiteres Fenster an der Seeseite des Bades für den Rutschenfuß vorgesehen. Die Rutsche wird eine Länge von 73 Meter haben und dabei ein durchschnittliches Gefälle von 16 Prozent aufweisen, teilte Kinza mit.

Ebenso einstimmig empfahl der Ausschuss den Ostseeküstenradwanderweg aufzuwerten. Der Weg, der 442 Kilometer von Lübeck über Eckernförde bis nach Flensburgs führt, gehört zu den meistbefahren Radfernwegen im Land. Allerdings sei der Weg nicht immer in gutem Zustand und vor allem fehle in Teilstrecken der Bezug zur Ostsee, heißt es in der Beratungsvorlage. Besonders zwischen dem Ostseebad Damp, über Dörphof, Brodersby bis nach Kappeln, verlaufe der Weg teilweise weit weg von der Ostsee. Ein Planungsbüro hat ein Konzept entwickelt, um den Weg zu optimieren und vor allem zusätzlich zum vorhandenen Radweg eine Alternativroute näher an der Ostsee zu entwickeln. Der Weg soll dauerhaft nur wassergebunden hergerichtet werden. Zudem wurden bei der Planung Wünsche des Naturschutzes mit dem Ziel, die Natur und die Ostsee für Nutzer des Weges erlebbar zu gestalten, in Gesprächen mit Naturschutzverbänden und -behörden abgewogen. Vorbehaltlich einer realistischen Förderung durch EU-Mittel, so Erichsen in seiner Funktion als Mitarbeiter der Amtsverwaltung Schlei-Ostsee, würden auf die vier Kommunen weniger als 100  000 Euro zusammen entfallen. Die Gesamtkosten einschließlich einer Option für Damp betragen 219  000 Euro. Jede Gemeinde stellt 25  000 Euro bereit. Zusätzlich besteht für Damp die Option, den Weg ab Nordende der Promenade mit Leuchtmitteln und Plätzen für Bänke aufzuwerten. Dieser Betrag könnte beispielsweise aus dem Erlös der zu erhebenden Bettensteuer kommen, warf Bürgermeister Horst Böttcher ein.

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