Eckernförde: Kampf um den richtigen Kinostandort : SPD und Grüne geben das Kino am Bahnhof noch nicht auf

Die 285 gebührenfreie Parkplätze auf dem P+R-Parkplatz am Schulweg müssen ersetzt sein, bevor am Bahnhof gebaut werden kann.
Die 285 gebührenfreie Parkplätze auf dem P+R-Parkplatz am Schulweg müssen ersetzt sein, bevor am Bahnhof gebaut werden kann.

CDU, SSW und FDP wollen ein Kino im Skaterpark Schulweg, SPD und Grüne setzen weiterhin auf den Bahnhof.

von
13. Mai 2019, 15:47 Uhr

Eckernförde | Die SPD-Fraktion sieht noch Chancen für eine Realisierung des Kinos im Bereich des Bebauungsplans Nummer 69 am Bahnhof. „Die der Stadt gehörende Grundstücksfläche des P+R-Parkplatzes entspricht der Grundstücksfläche am Skaterpark, so dass auch ohne Inanspruchnahme der privaten Grundstücke Schulweg 7 und gegenüber dem Bahnhof ein Verbrauchermarkt nebst Kino entstehen kann. Gründe, wonach die Realisierung des Kinos ausschließlich auf dem Gelände des Skaterparks möglich ist, sind nicht vorgetragen und auch nicht erkennbar“, teilte die Fraktion mit.

SPD und Grüne wollen ein Kino am Bahnhof

Aus diesem Grund wird die SPD-Fraktion zusammen mit der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen heute ab 18 Uhr in der Sitzung des Bauausschusses im Ratssaal für das Gebiet des Bebauungsplans Nummer 69 ein Interessenbekundungsverfahren beantragen, mit dem unter anderem die Möglichkeiten einer Realisierung eines Kinos ohne vorzeitige Festlegung eines Investors geprüft werden sollen. Hinsichtlich einer gewünschten Wohnbebauung in dem Bahnhofsareal sollte in dem Interessenbekundungsverfahren unter andem die Festlegung von mindestens 30 Prozent Sozialwohnungsbau sowie die Möglichkeit einer Erweiterung des AWO-Servicehauses Eckernförde Berücksichtigung finden.

Nur am Bahnhof kann zurzeit am schnellsten eine Realisierung des Kinos erfolgen SPD-Fraktion
 

Der Antrag der CDU, des SSW und der FDP, die Planungsziele des Bebauungsplans Nummer 69, zu ändern, verhindere „ohne Not eine abschließende Prüfung der Realisierungsmöglichkeit des Kinoprojekts auf dem Bahnhofsareal. Nur dort kann zurzeit am schnellsten eine Realisierung des Kinos erfolgen.“ Wer eine sachgerechte Lösung anstrebt, werde sich dem Antrag der Grünen und der SPD nicht verschließen können.

SPD lehnt Kinobau im Skaterpark ab

Die SPD kündigte an, dem von der Dreierkoalition beantragten Aufstellungsbeschluss in der heutigen Sitzung des Bauausschusses für den Bebauungsplan Nummer 77 „Ehemalige Skateranlage / Schulweg“ nicht zuzustimmen, da die Realisierung des Kinos auf dem Gelände des Skaterparks weiterhin abgelehnt wird.

Viele Unwägbarkeiten im Skaterpark

Die Verlagerung der Skateranlage sei mit vielen Unwägbarkeiten verbunden. Zum einen sei noch nicht geprüft worden, ob auf der zukünftigen Fläche am Noor im Hinblick auf die Beschaffenheit des Untergrunds die Bebauung mit einer Skateranlage ohne weiteres möglich ist. „Aufgrund dieser Unwägbarkeiten und der erst nacheinander folgenden Bebauung – Neubau Skaterpark am Noor und Rollschuhbahn – Abriss Altanlage Skaterpark – Bau Supermarkt und Kino - ist die Realisierung zeitlich nicht absehbar, so dass kein zeitlicher Vorteil gegenüber der Lösung am Bahnhof besteht“, argumentiert die SPD-Fraktion. Darüber hinaus sei die Umsetzung der gesamten Skateranlage auf die gegenüberliegende Seite nicht möglich, so dass für die Rollschuhbahn ein neuer Standort gefunden werden muss.

SPD befürchtet Konkurrenz der Supermärkte

Zudem sei insbesondere anzumerken, dass die Errichtung des Supermarkts mit Kino auf dem Skaterpark zur Folge haben werde, dass der Bestand des Innenstadt-Supermarkts Rewe Gartenstraße/Sauersgang „langfristig nicht gesichert ist". Für die SPD sei die innenstadtnahe Versorgung der Bewohner durch den bestehenden Supermarkt jedoch unabdingbar.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen