Empfang : SPD-Themen für den Wahlkampf

Gesprächsrunde: Der SPD-Kreisvorsitzende Sönke Rix mit Gitte Schütte (links) und Dr. Hedwig Horn vom Verein zur Förderung Behinderter.
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Gesprächsrunde: Der SPD-Kreisvorsitzende Sönke Rix mit Gitte Schütte (links) und Dr. Hedwig Horn vom Verein zur Förderung Behinderter.

Empfang des Kreisverbands im Hohen Arsenal

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20. März 2018, 06:58 Uhr

Rendsburg | Der Jahresempfang der SPD Rendsburg-Eckernförde im „Hohen Arsenal“ in Rendsburg war zugleich der Startschuss für den Kommunalwahlkampf. Vor Vertretern von Vereinen und Verbänden sowie Parteigenossen war Kai Dolgner, Fraktionsvorsitzender im Kreistag und Spitzenkandidat, der Hauptredner.

Unterschiede gebe es im Umgang mit mangelndem Wohnraum, erklärte er. Die SPD wolle im Kreis eine Wohnungsbaugesellschaft gründen, die zusammen mit Städten und Gemeinden günstigen Wohnraum schaffen soll. „Im Kreistag fand ein entsprechender Prüfauftrag keine Mehrheit“, stellte Dolgner fest. Wohnen sei aber ein Grundrecht, deshalb müsse der Kreis in den öffentlich geförderten Wohnraum einsteigen. Ein weiteres Anliegen der Sozialdemokraten sei die Eindämmung prekärer Beschäftigungsverhältnisse, von denen im Kreis Rendsburg-Eckernförde jeder zweite Arbeitnehmer betroffen sei. Sachgrundlose Befristungen solle es laut Dolgner in der Verwaltung und den kommunalen Gesellschaften nicht mehr geben.

Ein Thema im Kommunalwahlkampf wird der Öffentliche Nahverkehr sein. „Wir wollen niemandem das Auto wegnehmen“, betonte Dolgner. Es müsse aber auch gute Alternativen geben. Bei der Förderung des Individualverkehrs bleibe der Öffentliche Nahverkehr auf der Strecke. Außerdem sei im Kreis eindeutig, dass die Chancen von Kindern und Jugendlichen von der sozialen Herkunft abhängig seien, betonte Dolgner. Gute Kita-Plätze seien entscheidend dafür, die Bildungschancen zu erhöhen. Es müsse Schluss mit den Sonntagsreden zu diesem Thema sein, forderte Dolgner. „Alle müssen endlich etwas tun.“ Krankenhäusern in Privathand erteilte der Spitzenkandidat eine Absage. „Die stationäre Versorgung muss in staatlicher Hand bleiben und darf nicht dem Weltmarkt überlassen werden.

Der SPD-Kreisvorsitzende Sönke Rix stellte bei seiner Begrüßung fest, „dass Schnee und Eis im März“ dafür gesorgt hätten, dass der Jahresempfang im „kleinen Kreis“ stattfinde. Nach dem Zustandekommen der „GroKo“ herrsche jetzt Ruhe an der Front. Die ehrenamtliche Politiker auf Kommunalebene könnte jetzt unbeschwert in die Wahl gehen. “

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