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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 02:52 Uhr

Europawahl : SPD setzt wieder auf Ulrike Rodust

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Kreis-SPD hat Ulrike Rodust erneut als Kandidatin für die Europawahl im Mai 2014 bestätigt. „Huckepack-Kandidat“ wurde Martin Tretbar-Endres.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 05:30 Uhr

Beim Europa-Parteitag am Freitag im Hotel „Audorfer Hof“ gab die SPD des Kreises Rendsburg-Eckernförde ihren Kandidaten für die Europawahl 2014 Rückenwind.

Großen Beifall fand der Beschluss des Kreisvorstandes, die amtierende Europaabgeordnete Ulrike Rodust aus Holzdorf für eine Wiederwahl zu nominieren. Ihr „Huckepack-Kandidat“ soll der Rendsburger Kreistagsabgeordnete Martin Tretbar-Endres werden. Bei der Europawahl ist es entgegen nationaler Wahlen so, dass bei einem Ausfall des Direktkandidaten automatisch der „Huckepack-Kandidat“ nachrückt, nicht wie sonst üblich der Inhaber des nächsten Listenplatzes.

„Ulrike Rodust hat in den vergangenen Jahren in Brüssel und Straßburg für die Entwicklung des ländlichen Raumes und ein soziales und nachhaltiges Europa gekämpft“, sagte der Kreisvorsitzende Sönke Rix. „Sie war entscheidend an der Reform der Fischereipolitik beteiligt.“ Martin Tretbar-Endres engagiere sich seit vielen Jahren leidenschaftlich und mit hohem Sachverstand für die Europapolitik, unter anderem als Sprecher des EuropaForums der SPD Schleswig-Holstein. „Er hat unter anderem konkrete Beispiele einer neuen Energiepolitik im Ostseeraum entwickelt.“

Zuvor hatte Ulrike Rodust mehr Investitionen der Europäischen Union in die ländlichen Räume gefordert. Mobilität oder auch die ärztliche Versorgung seien vielfach gefährdet. Für ein Umdenken sei aber ein Wechsel von der konservativ-wirtschaftsliberalen Mehrheit hin zu einer sozial-progressiven Mehrheit im Europäischen Parlament nötig.

Martin Tretbar-Endres hatte in seiner Rede die Flüchtlingspolitik kritisiert und mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin auch ein Umdenken auf deutscher Seite hin zu einer humanitären Politik gefordert. „Menschen verlassen ihre Heimat doch nicht ohne Grund und lassen sich auf eine lebensgefährliche Flucht ein. Die EU muss ihre Flüchtlingspolitik grundlegend ändern. Sie muss ihre humanitäre Verantwortung wahrnehmen und auch die Ursachen der Flüchtlingsbewegungen bekämpfen.“

Im Rahmen von Diskussionsrunden sprachen die Delegierten über die europäische Politik für den ländlichen Raum, Wege aus der Euro-Krise und die europäische Energiepolitik. Anschließend beschloss der Kreisparteitag ein umfassendes Papier, das als Abschlussbericht einer ehrenamtlichen Arbeitsgruppe „Europäische Energiepolitik“ unter Leitung des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Götz Borchert vorlag.

Ein Antrag des Ortsvereins Hohn zur Reform des kommunalen Finanzausgleichs wurde an den Kreisparteiausschuss am 21. November verwiesen. Bis dahin soll eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Eckernförder Kreistagsabgeordneten Martin Klimach-Dreger Erwartungen und Vorschläge für die Reform aus Sicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde erarbeiten.

Als neue Beisitzerin wurde die Hohenwestedter Kreistagsabgeordnete Iris Ploog in den Kreisvorstand gewählt. Sie erhielt 105 von 107 Stimmen. Ploog will sich mit der Kampagnenfähigkeit der Partei beschäftigen.

Zu Beginn des Parteitags hatten Sönke Rix und der Landes- und Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner den aktuellen Stand der Koalitionsverhandlungen mit der Union dargestellt und betont, dass die Maßgabe für eine mögliche Große Koalition das Gelingen eines Politikwechsels sei. Am Ende würden die Mitglieder darüber entscheiden, ob eine Koalitionsvereinbarung dieses beinhaltet.



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