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die Natur einbinden : Spaziergang zur Kunst im Freien

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die zweite Kunstroute im Ostseebad fand mit Künstlern aus der Region statt. Die Initiatorin Rosa Peters und Tourismusinformation kündigen für 2016 eine Neuauflage an.

Frauenkörper auf Acrylglasplatten, Betonhühner, die goldene Eier legen – Kunst unter freiem Himmel zog am Sonntagnachmittag Kunstfreunde nach Schönhagen. Zum zweiten Mal veranstaltete Rosa Peters in Zusammenarbeit mit der Tourismusinformation die Kunstroute im Ostseebad. Rosa Peters, Künstlerin mit eigenem Atelier in Schönhagen, schuf mit der Kunstroute eine Verbindung von Kunst und Natur. Künstler können ihre Werke in einer neuen Umgebung zeigen, Kunstfreunde diese unter freiem Himmel und nahe am Meer bewundern. „Besonders Künstler“ betonte Peters, „die sonst nicht unbedingt die Öffentlichkeit suchen, erhalten hier die Möglichkeit, sich und ihre Kunst zu präsentieren. Und die interessierten Gäste können Kunst in freier Natur genießen.“

Unterstützung erhielt Peters auch in diesem Jahr von Johanna Gaipl von der Touristinformation Schönhagen, die ebenfalls für die Organisation zuständig war und bei der Begrüßung einen Stimmzettel für den „Schönhagener Publikumspreis“ an alle Teilnehmer verteilte. So konnten Kunstrouten-Läufer im Anschluss an den Spaziergang ihr bevorzugtes Kunstwerk auswählen.

Für eine musikalische Untermalung dieses besonderen Kunst-Spazierganges sorgte zwischen den jeweiligen Standorten der Stehgeiger Helmut Herzog, der zu jedem Künstler eine eigene Melodie intonierte. Die Route startete an der Strandpromenade mit einer Auswahl an Aquarellen von Elke Eickhorst, präsentiert von ihrer Freundin Doris Bürkle. Die Malerin selbst reist viel und das – so ihre Freundin „mit offenen Augen und mit offenem Herzen“ und malt besonders gern unter freiem Himmel alle Motive – Landschaften, Menschen und Tiere.

Mit Heide Klencke präsentierte eine weitere Malerin wenige Meter weiter direkt am Strand ungewöhnliche Frauendarstellungen auf Acrylglasplatten, die sie, wie sie sagt „als vorsichtigen Akzent zu den mittelalterlichen Fresken“ für eine Ausstellung im Graukloster im Schleswiger Rathaus gefertigt hatte. Wer sich näher für die Werke von Heide Klencke interessiert, ist in ihrem Atelier in Füsing an der Schlei willkommen und kann dort auch ihre Seminare und Maltherapie besuchen. Dass sich auch bereits Kinder von Kunst und künstlerischer Betätigung durchaus fesseln lassen, bewiesen die beiden Schwestern Juliane und Ricarda Bremsweg, die am Abend und frühen Morgen vor der Veranstaltung am Strand verschiedene Fundstücke sammelten und daraus kleine Kunstwerke bastelten. So wurden Muscheln und Möwenfedern auf Karton geklebt und ausdrucksvoll bemalt, größere Steine mit kleinen Kieseln beklebt oder mit Aquarellfarben der Sonnenaufgang dargestellt. Für die Präsentation ihrer künstlerischen Ideen wählten die Geschwister die verzweigte Wurzel eines alten Baumes nahe des Strandweges.

Mit den Betonfiguren von Doris Bedra vor ihrem Reetdachhaus in der Nordhagener Straße erhielt der Rundgang eine fröhliche Komponente, denn die übergroßen Hühner und besonders „das Huhn, das goldene Eier legt“ zauberten allen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht. Bedra sagte, dass sie „Schleswig-Holstein vor allem wegen der Meeresnähe zu ihrer Wahlheimat“ gemacht habe, denn hier sei sie ihren Motiven ganz nahe. Sie bietet in ihrer Malschule in Hasselberg Maluntererricht für Erwachsene und Kinder. Die Kunstroute setzte sich bis in den Schlosspark und an den Schlossteich fort, wo die Steinbildhauerin Gunda ihre Skulpturen ausstellte. Ihr wurde am frühen Abend im Schloss Schönhagen der Publikumspreis überreicht. Für das nächste Jahr planen die Eheleute Rosa und Henryk Peters erneut eine Kunstroute durch das Ostseebad.


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