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Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 14:22 Uhr

Premiere : Spaß, Spannung und Situationskomik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

DRK-Theatergruppe Schinkel sorgt mit ihrem neuen Stück „Nix as Kuddelmuddel“ für Begeisterung

Die Premiere war auf ganzer Linie ein Erfolg: Die Theatergruppe des DRK Schinkel präsentierte mit ihrem neuen Stück „Nix as Kuddelmuddel“ von Jürgen Hörner einen perfekten Mix aus Spaß, Spannung und bahnbrechender Situationskomik. Im Sinne der langjährigen Tradition brachte die Truppe unter Regie von Ann-Katrin Möller und Kirsten Frahm auch am Freitag ein plattdeutsches Theaterstück in drei Akten auf die Bühne, das den Gästen in der fast vollständig ausverkauften Hans Görschen Halle einen äußerst unterhaltsamen Abend bescherte. Mit großem schauspielerischem Talent ließen die sieben Darsteller die durchweg sympathischen Charaktere zum Leben erwachen und rissen die Zuschauer mit authentischer Mimik und Gestik mit sich in den Strudel der Handlung.

Und die hat es in diesem Jahr wirklich in sich: Hinter „Nix as Kuddelmuddel“ verbirgt sich ein Theaterstück im Theaterstück, und der Name ist hier tatsächlich Programm. Die Gäste der Premiere konnten mitansehen, wie der Regisseur (gespielt von Jörg Bruckmöller) an der Umsetzung seiner eigenen Boulevardkomödie rund um die schillernde Wahrsagerin Kassandra auf grandiose Art und Weise scheiterte und in einem Feuerwerk der Emotionen immer wieder versuchte, auf die Geschicke seiner überambitionierten oder einfach nur dauerhaft betrunkenen Darsteller einzuwirken. Auch Techniker Erich (Henning Schwampe) war mit seinen unorthodoxen Ideen zur technischen Umsetzung keine große Hilfe. Durch gewollte Pannen kam es auf der Bühne immer wieder zu kleinen und großen Katastrophen, bei denen kaum ein Auge trocken blieb. Egal, ob Madame Kassandra (Jana Elliott) zusammen mit ihrer Putzkraft Frau Säuberlich (Wiebke Hartmann) und deren trutschiger Freundin Frau Buchfink (Andrea Wiggert) bei einer Séance statt Geistern bestenfalls das Chaos heraufbeschwor, oder Telefontechniker Werner (Volker Schwampe) mit seinem allzeit präsenten Flachmann über die Bretter torkelte und mindestens das halbe Bühnenbild demolierte: Die Zuschauer fühlten sich rundum gut unterhalten und belohnten die Schauspieler immer wieder mit spontanem Szenenapplaus.

Mit viel Liebe zum Detail hatte sich Spielleiterin Ann-Katrin Möller, die im Stück die durchweg überforderte Souffleuse verkörpert, gemeinsam mit Hauke Baasch, Ernst Mevs, Britta Schlüter, Freya Ruscher und ihren engagierten Schauspielern den tosenden Schlussapplaus mehr als verdient.

Tim Albrecht, Kreistagsabgeordneter der CDU, der mit seiner Frau und deren Freundinnen eher zufällig zum ersten Mal den plattdeutschen Theaterabend in Schinkel besuchte, zeigte sich sehr beeindruckt von der Professionalität der Aufführung. Es sei wirklich bemerkenswert, was diese Menschen neben ihrem regulären Berufsleben auf die Beine gestellt hätten, so Albrecht. Auch Helga Hoppe und Christa Fink, die einen Platz am begehrten Tisch direkt vor der Bühne ergattert hatten, lobten die Qualität der Darbietung und die gemütliche Atmosphäre in der sorgfältig hergerichteten Halle bei Getränken und warmen Bockwürsten. „Das ist ein wunderschöner Abend“, sagte Christa Fink aus Friedrichsort, die eine derartige Veranstaltung zum ersten Mal erlebte, mit strahlenden Augen. „Dafür komme ich nächstes Jahr gerne wieder.“ Möchte man sich das aktuelle fast dreistündige plattdeutsche Spektakel der Extraklasse gönnen, so bietet sich unter anderem am Samstag, 15. November, um 19.30 Uhr zum letzten Mal in diesem Jahr in der Hans Görschen Halle die Gelegenheit dazu. Weitere Aufführungen: Surendorf, Binges Gasthof: 21. November, 20 Uhr und 23. November, 16 Uhr. Holtsee, Café Eiderhufe: 16. Januar 2015 und 17. Januar, jeweils um 19.30 Uhr sowie 18. Januar, 15 Uhr. Ein Teil des Erlöses fließt wie immer in die Förderung regionaler Projekte des DRK.

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