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Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 00:50 Uhr

Späte Kritik und Lösung in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 04.Sep.2015 | 16:24 Uhr

Der Planungs- und Gestaltungsbeirat nimmt kein Blatt vor den Mund. Das haben die fünf Mitglieder – allesamt renommierte auswärtige Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten ohne Eckernförder Netzwerk –, mehrfach bewiesen. Der Beirat riskiert eine dicke Lippe, redet nicht lange drumherum, sagt frei weg, was ihm gefällt und was nicht. Und zwar deutlich, manchmal im Ton recht rüde, aber stets der Sache verpflichtet, Eckernförde vor baulichem Ungemach zu bewahren und die städtebauliche Qualität zu verbessern. Das weckt nicht selten Widerspruch vor allem der betroffenen Architekten, die sich manchmal vorkommen wie vor einem Tribunal. Aber der Beirat hat Zeichen gesetzt – zum Beispiel in Sachen Kaiserhof und Käthe-Kollwitz-Straße. Nun hat er die Nooröffnung aufs Korn genommen. Eine Sitzung zu spät, denn die Ratsversammlung hat das zweistufige Vermarktungsverfahren mit integriertem Gestaltungswettbewerb bereits eingetütet. Aber das stört den Beirat nicht, der am Montag eine kleine Breitseite abfeuerte: Keine Mietwohnungen, sondern Einfamilienhäuser an der Wasserkante, die Gestaltung soll bei der Wahl des richtigen Investors deutlich mehr Gewicht erhalten und die Häuser an der Gaehtjestraße sollen zwei Meter höher, aber dafür nur sechs Meter breit werden – meint der Gestaltungsbeirat, der zwar kein zahnloser Tiger ist und zubeißen kann, der aber eben keine Beschlüsse fasst, sondern nur Empfehlungen ausspricht.

Das aber in aller Klarheit.

In Sachen Kino und Verbrauchermarkt deutet vieles auf eine baldige Lösung hin. Es scheint auf den Standort Skaterpark im Schulweg hinauszulaufen. Es hat Gespräche hinter den Kulissen gegeben, in denen sowohl Vertreter der Skater als auch der Kleingärtner mit einer Verlagerung des Skaterparks auf die andere Straßenseite direkt an die Norderhake einverstanden gewesen sein sollen. Im Grunde eine naheliegende Lösung, weil die meisten der 21 Gärten dort ohnehin aufgegeben worden sind und genug Platz für eine neue, schöne und auch ausreichend separate Skateranlage vorhanden ist. Dann wäre gegenüber am Schulweg genug Platz für ein Kino mit Einkaufszentrum, in das auch Aldi umziehen könnte und damit eine zeitnahe Realisierung der Nooröffnung mit viel Platz fürs Wohnen ermöglicht.

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