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Hallenmasters : Späte Gegentore verhindern das Halbfinale

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim Hallenmasters in der Kieler Arena sind die Fußballer des TSV Altenholz vor rund 8000 Zuschauern drei Mal ohne Sieg geblieben, obwohl der SH-Ligist in allen Partien am Sieg geschnuppert hatte.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Nur wenige Sekunden lagen zwischen großer Freude und tiefer Trauer. Für die SH-Liga-Fußballer des TSV Altenholz ging es beim Hallenmasters in der Kieler Arena im letzten Vorrundenspiel gegen Drittligist und Gastgeber Holstein Kiel um den Einzug ins Halbfinale. Bis zwei Minuten vor dem Ende stand es noch 0:0, ehe die Altenholzer fast in Führung gegangen wären. Doch der Distanzschuss von Helge Stahl prallte nur an die Querlatte. Im direkten Gegenzug erwiesen sich die „Störche“ als cleverer und nutzten ihre Chance zum 1:0, dem sie kurz darauf auch noch das 2:0 folgen ließen. Für die Stimmung in der mit rund 8 000 Fans ausverkauften Halle war dies gut, doch die Altenholzer kümmerte dies nur wenig. Sie waren ausgeschieden und konnten sich die restlichen Spiele von der Tribüne aus angucken, obwohl sie in keinem der drei Gruppenspiele das schlechtere Team gewesen waren.

Die Altenholzer wurden in der Halle von Stefan Büning betreut, da Chefcoach Harry Witt kein großer Anhänger des Spiels in der Halle ist. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, die Spiele seiner Mannschaft von der Tribüne aus zu verfolgen: „Wir waren in keinem Spiel die schlechtere Mannschaft und hätten jede Partie auch gewinnen können. Aber alles kein Problem, wir sind ja hier, um Fehler zu machen. Also haben wir auch welche gemacht.“

Gleich zu Beginn mussten die Altenholzer gegen Regionalligist ETSV Weiche Flensburg ran, der vor einer Woche das Hallenturnier in der Flens-Arena unter anderem gegen die Zweitligisten Armina Bielefeld und den FC St. Pauli gewinnen konnte. Nachdem Franko Milbradt und Björn Kastner das 0:1 in eine Führung drehen konnten, lag die erste Überraschung in der Luft, doch durch einen strittigen 9-Meter gelang dem späteren Turniersieger, der nur gegen Altenholz nicht gewinnen konnte, noch der Ausgleich. Im zweiten Spiel gegen den Preetzer TSV lief es noch unglücklicher für die Randkieler. Nachdem René Joswig das 1:1 erzielt hatte, sah es bis kurz vor Schluss nach einem Remis aus. Wenige Sekunden vor Schluss vergab Helge Stahl den Siegtreffer für die Altenholzer, den dann mit der Schlusssirene die Preetzer markierten. Während seine Mitspieler mit hängenden Köpfen niedergeschlagen neben frenetisch jubelnden Preetzern das Spielfeld verließen, drosch Stahl den Ball vor lauter Frust in den Oberrang der Zuschauertribüne. Noch war aber nicht alles verloren. Die Altenholzer benötigten allerdings einen Sieg gegen Holstein Kiel – der auch durchaus möglich war, ehe es zu den anfangs geschilderten Szenen kam.

Altenholzer Stimmen

Stefan Büning (Trainer): „Schade! Wir haben eigentlich gut nach vorne gespielt, uns hinten aber einige Nachlässigkeiten geleistet. Es zeigt aber, dass wir mit den starken Mannschaften in der Halle mithalten können. Den 9-Meter gegen Weiche fand ich sehr strittig. Wer weiß, wie das Turnier gelaufen wäre, wenn der Schiedsrichter, den ich danach übrigens noch feixend im Flensburger Block gesehen habe, hier anders entschieden hätte.“

Lasse Jensen (Spieler): „Trotz des frühen Ausscheidens war es ein tolles Erlebnis. Leider konnten mit Steffen Bruhn und Paul Camps zwei starke Hallenspieler aus Verletzungsgründen nicht mit dabei sein. Mit ihnen wären wir sicher stärker gewesen. Jetzt müssen wir uns aber wieder auf die Rückrunde in der SH-Liga konzentrieren.“

Ali Kalma (Spieler): „Unfassbar, wie wir hier ausgeschieden sind! Es war viel mehr für uns drin. Leider haben wir die Dinger aber nicht reingemacht. Trotzdem war es für uns ein schönes Erlebnis. In den ersten zwei, drei Minuten standen wir wegen der ungewohnten Kulisse noch etwas neben uns, doch dann wurde es besser. Jetzt wollen wir draußen versuchen, am Saisonende auf Platz zwei in der SH-Liga zu kommen.“

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