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Konzert : Soulfinger macht Musik für Herz und Seele

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Funk- und Soulkonzert in der Hüttener Kirche

Hütten | Zu Gast in der Hüttener Kirche trat die Band Soulfinger aus Kiel auf. Zwei Bandmitglieder des Bläserchors kommen aus Hütten. Der erste Song des Abends schallte wie eine Art Intro durch den Kirchenraum. Aufgeweckt und mit viel Power ertönten die Posaunenklänge, was am Ende des Liedes jubelnd angenommen wurde. Zum zweiten Song traten die Ladys Birgit Randau, Katharina Hertz-Kleptow und Astrid Lorenz auf die Bühne oder wie Sänger Knud Leif Knudsen sie „Soulsisters“ nennt. Sie trugen schwarze Abendkleider geschmückt von auffällig diamantenem Schmuck. Dies war nur eine äußerliche Freude, stimmlich ragten sie durch einzelne Soli hervor. So liebreizte Randau in ihrem Part mit hoher Stimme. Beim Duett mit Knud Leif Knudsen zu „Simply the Best“ von Tina Turner sangen beide förmlich zum Himmel. Die Kirche war erfüllt von ihrem Gesang und der instrumentalen Begleitung. Unscheinbar hielt sich Lorenz zunächst als Background zurück. Als sie jedoch ihr Solo gab, erstaunte sie mit voluminöser Stimme das gesamte Publikum.

Der Auftritt von Soulfinger brachte Abwechslung. Immer wieder stellten sie sich in verschiedene Formationen auf. Die Bläser, mit einem Schalk im Nacken, spielten nicht nur die Trompeten und das Saxophon als solches. Sie spielten auch mit ihnen, indem sie sich Rücken an Rücken lehnten und ihre Instrumente bei schrillen Tönen in die Höhe reckten oder sich voreinander verneigten, immer mit Spaß in ihren Gesichtern. Renee Rober zeigte so viel Leichtigkeit am Piano, wie von Tim Strothmann am Bass und Frank Hering an der Gitarre Lässigkeit herüberschwappte. Jedes einzelne Bandmitglied beanspruchte die Aufmerksamkeit der Zuhörer für sich. Gemeinschaftlich präsentierten sie ein Gesamtkunstwerk mit feinster Soulmusik aus den Sechzigern. Frontmann Knudsen munterte das Publikum immer wieder auf, nach vorne zu kommen und zu tanzen. So stand er nicht nur auf der Bühne, sondern direkt in den Zuschauerreihen.

Soulfinger ist dankbar von einem so netten Publikum durch den Abend getragen worden zu sein. Am Ende standen alle Zuschauer in den Bankreihen auf und haben zur Musik getanzt.

Soulfinger probt wöchentlich in einer Kirche. Darüber sind sie sehr froh, da es zum einen schwer sei einen Proberaum für zwölf Personen zu finden, zum anderen kämen alle berühmten Soulsänger aus Kirchenchören. Es sei praktisch Kirchenmusik, die außerhalb der Kirche gespielt würde, berichtete Schlagzeuger Arvid Spiekermann. Jeder der Bandmitglieder habe seine Erfahrung mit Gott gemacht, worüber jeder für sich dankbar sei.

Der Förderverein der Hüttener Kirche organisierte mit dem Auftritt von Soulfinger das siebte Konzert. Ziel des Vereins ist es die Hüttener Kirche zu erhalten und zu verschönern. So konnten in den vergangenen Jahren Gelder für die Dachsanierung oder die Bleiverglasung der drei Kirchenfenster gesammelt werden. Als nächstes möchten die Mitglieder mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass die Kirche Innen weiß gestrichen werden könne. Dies sei ein großes Unterfangen, so die Vorsitzende Heidi Sebastian, da unter anderem auch die Orgel abgebaut werden müsse.

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