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Gespendet : Sonnenblumen für sauberes Trinkwasser

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ehepaar von Langendorff unterstützt Verein Sonnenwasser im vierten Jahr mit dem Erlös aus dem Blumenverkauf. Die nächste Aufbereitungsanlage geht nach Afrika.

von
erstellt am 24.Okt.2013 | 06:15 Uhr

Als Fritz Strohecker von der Bedrohung der Menschen im Amazonasgebiet durch Keime im Trinkwasser erfuhr, ließ ihn die Situation der Menschen, von denen zu viele das Stillen ihres Durstes mit dem Leben bezahlten, nicht mehr los. Er war Mitbegründer des Vereins Sonnenwasser, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, mit Hilfe von Solarenergie Entkeimungsanlagen für Wasser im Amazonasgebiet zu installieren. Bereits im vierten Jahr unterstützen Renate und Burkhard von Langendorff das Bemühen, in dem sie den Erlös aus dem Verkauf von Sonnenblumen dafür spenden. 909 Euro konnte Strohecker jetzt entgegennehmen, womit eine weitere Anlage zu zwei Dritteln finanziert ist.

Das ist der höchste Betrag, der bislang durch den Verkauf von Sonnenblumen zusammengekommen ist. „Ich bin restlos begeistert, das ist ein tolles Ergebnis“, sagt Strohecker. Und auch Renate von Langendorff freut sich, dass so viele Menschen am Feld hoch über der Ostsee, auf dem Dinkel angebaut wurde, Halt machten, um sich einige der Sonnenblumen am Rand abzuschneiden und im Gegenzug etwas für das Projekt zu spenden. Die ausgelegten Flyer mit Informationen darüber seien vielfach mitgenommen worden. „Die Menschen haben sich dafür interessiert“, stellt von Langendorff erfreut fest.

Das Geld wird vermutlich in eine Anlage für Tansania fließen. Denn im Südwesten Amazoniens/Brasilien seien bereits sieben Anlagen für das Volk der Deni und der Kanamari aufgebaut worden, erklärt Strohecker. Zudem habe die dortige Regierung 50 Anlagen, die bakteriell kontaminiertes Wasser mit Hilfe einer Pumpe in einen Behälter leitet, wo es mit UV-Licht bestrahlt wird und anschließend keimfrei zu entnehmen ist, bei der Firma Purion im  thüringischen Zella-Mehlis geordert. Zudem sei die Technik so modifiziert worden, dass die Anlage nicht nur mit Solarmodulen, sondern auch mit Strom aus der Steckdose oder sogar einer Autobatterie betrieben werden könne, merkt Strohecker an. Die Pumpe, die einen Höhenunterschied von bis zu zweieinhalb Metern überwinden könne, vertrage dank einer weiteren Veränderung unterschiedlich starke Spannungen, so dass die Anlage überall einsatzfähig sei.

In einem nächsten Schritt solle nun der Kontakt mit großen Hilfsorganisationen gesucht werden, um weitere der Anlagen dort aufzubauen, wo es sinnvoll ist, kündigt Strohecker an.

 

>Wer den Aufbau weiterer Anlagen unterstützen möchte, überweist eine Spende auf das Konto des Vereins Sonnenwasser, Kontonummer 100 182 7649 bei der Förde Sparkasse, BLZ 210 501 70. Nähere Infos unter www.sonnenwasser.info.

 

 

 

 

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