Sommerthemen Bürgerpark und Kino

porträt kühl 1

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18. Juli 2015, 06:46 Uhr

Auch die Politik macht Sommerpause. Das ist in Eckernförde so, in Kiel und Berlin. Aber dann und wann fängt es an zu ruckeln unter dem Mantel der entspannten politischen Zurückhaltung. In Eckernförde könnten gleich zwei Themen das Zeug zum Füllen des Sommerlochs haben: wieder einmal der Bürgerpark und das immer leidiger werdende Thema Kinostandort.

Im Bürgerpark sprießen fröhlich Gräser und Kräuter. Aus dem einst intensiv gepflegten Park soll mit der Zeit und durch natürliche Auslese eine bunte, biologisch wertvolle Ökowiese werden. Was im sensiblen öffentlichen Bewusstsein fast schon zu einer Art Glaubensfrage – ohne Gottesbezug –, zumindest aber zur Gretchenfrage zu werden droht: Wie halte ich’s mit der Ökologie?Oder anders ausgedrückt: Englischer Park oder wilde Wiese? Auf der Suche nach einem akzeptablen Kompromiss hat jetzt die CDU das emotionalisierte Thema aufgegriffen. Es wird wieder darüber diskutiert und sorgt wieder für Schlagzeilen. „Es ist gut, dass darüber diskutiert wird“, sagt der grüne Vorsitzende des Umweltausschusses, Edgar Meyn. Er ist zwar ein Verfechter der Biodiversität, weiß aber als erklärter Haushaltskonsolidierer auch um die kostensparenden Folgen einer extensiven Parkpflege. Um genau diese Pole wird die öffentliche Diskussion wohl künftig kreisen.

Die Nooröffnung hat das erste Nadelör genommen und ist jetzt eingefädelt. Nun können sich die Verantwortlichen der Stadt wieder intensiv um eine Lösung in der Kinostandortfrage kümmern. Um zu vermeiden, dass daraus ein „running gag“ wird und den Eckernfördern bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit „Was, ihr guckt immer noch in die Röhre?!“ unter die Nase gerieben wird, muss jetzt schnell Bewegung in die Sache kommen. Zeit für Kino-Gipfel, Abstimmungsgespräche und zügige Entscheidungen. Im Grunde läuft vieles auf eine Lösung Schulweg zu. Ein idealer Standort, über den man reden muss – nördlich wie südlich der Fahrbahn, unter Einbeziehung der Skater und der Kleingärtner, die vermutlich den einen oder anderen Kleingarten – gegen eine entsprechende Entschädigung – hergeben müssen, um Platz für eine vernünftige Lösung zu schaffen.

Nicht nur Green Screen würd’s ihnen danken.

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