neue flaniermeile : Sommerflair auf der Strandpromenade

Offiziell eröffnet: Am Freitag schnitten Bürgermeister Dr. Holger Klink (2. v. l.) und die Mitglieder der Arbeitsgruppe Promenade, Jörn Clahsen, Dr. Rudolf Förster und Thomas Behrenbruch (v. l.) feierlich das Band für die neue Strandpromenade durch.
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Offiziell eröffnet: Am Freitag schnitten Bürgermeister Dr. Holger Klink (2. v. l.) und die Mitglieder der Arbeitsgruppe Promenade, Jörn Clahsen, Dr. Rudolf Förster und Thomas Behrenbruch (v. l.) feierlich das Band für die neue Strandpromenade durch.

Nach rund fünf Monaten Bauzeit ist nun die neue Flaniermeile in Strande offiziell eingeweiht worden, Kostenpunkt: 1,2 Millionen Euro. Auch wurden 3600 Rotbuchen gepflanzt.

shz.de von
06. Juli 2015, 05:50 Uhr

Strande | Ausgelassene Stimmung, spanische Klänge, es riecht nach Grillfleisch, Garnelen – und einfach nach Sommer. Am Freitag hatte die Gemeinde zur Eröffnung der neu gestalteten Promenade eingeladen und erlebte mit ihren Gästen eine rundum gelungene Sommerparty.

„Heute wird ein Traum Wirklichkeit“, sagte Bürgermeister Dr. Holger Klink, bevor er das Band zerschnitt und die Promenade offiziell frei gab. Innerhalb von gut fünf Monaten hatte hier verwirklicht werden können, was Ende 2008 das erste Mal in den Köpfen des Gemeinderats aufgetaucht war: Die Promenade vom Bistro Alexy bis zum nördlichen Ende wurde neu gestaltet. Klink lobte die gute Zusammenarbeit aller und hob besonders die Arbeitsgruppe, zu der Thomas Behrenbruch, Jörn Clahsen und Dr. Rudolf Förster gehörten, hervor. „Sie sind umher gereist, haben nach Ideen gesucht und die besten nach Strande geholt“, sagte der Bürgermeister.

Sein Dank ging aber auch an die Ministerien und die EU, denn ohne die finanzielle Unterstützung in Höhe von 541  000 Euro wäre die schnelle Umsetzung des 1,2 Millionen Euro teuren Projekts nicht möglich gewesen. „Das hat uns vor einer Dauerbaustelle bewahrt. Wir hätten über zehn Jahre daran gearbeitet und das wäre kaum zumutbar gewesen“, sagte Klink. Das Planerbüro Bendfeldt, die Firma Galabau Schnoor aus Hüsby, aber auch der Bauhof – alle hätten viel dazu beigetragen. Die Anwohner, Gastronomen und auch der Kaufmann Schröder hätten Einschränkung, Schmutz und Lärm ertragen, die Amtsverwaltung habe intensiv im Hintergrund gewirkt: „Alle haben mit geholfen und sind eng zusammen gerückt“.

Thomas Behrenbruch gab das Lob an den Bürgermeister zurück und fasste zusammen, was hier zwischen dem 12. Januar und 30. Mai alles passiert ist: Auf 3500 Quadratmeter sind rund 14  000 zwölf Zentimeter dicke Granitplatten verlegt worden. 655 Meter Kabel versorgen die 26 Lampen an der neuen Promenade mit Strom. 29 formschöne Bänke und 29 Fahrradständer wurden aufgestellt. Auf der 4100 Quadratmeter großen Vegetationsfläche stehen jetzt 3600 Rotbuchen in Heckenformation, davor 6000 Strandhaferpflanzen. Dazu wurden 1600 Stauden und vier Schwarzkiefern gepflanzt. In Höhe des Strandhotels wurde der Bodenbelag etwas erhöht und stellt einen „Shared-Space“ Bereich dar, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind und aufeinander Acht geben. Noch ist die Asphaltdecke fast schwarz und bildet einen deutlichen Kontrast zum hellen Granit, aber das soll nicht so bleiben. Der Bitumenbelag ist so konzipiert, dass sich nach einiger Zeit die Oberfläche verändert und sich den Granitflächen angleicht. „Toll geworden“, „sehr schön“, „jetzt gehen wir hier noch lieber spazieren“ - die Strander Bürger und Besucher sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Begeistert ist auch Christine Aschenberg-Dugnus. „Als Strander haben wir den Umbau ja von Anfang an begleitet und jetzt sind wir richtig stolz“, sagte sie. Die Lampen, die Bänke: „Total klasse und alles passt so gut zusammen“, schwärmt sie. „Ich hab gerade dem Bürgermeister meine Anerkennung und großes Lob ausgesprochen, das ist klasse geworden“, erklärte auch Michael Feindt, Wehrführer in Strande: Er hielt beide Daumen hoch für die harmonische Zusammenarbeit in den Ausschüssen der Gemeinde und für dieses Ergebnis.

Das sommerliche Fest endete gegen Mitternacht. „Das war ein voller Erfolg“, erklärte Behrenbruch im Anschluss. Sogar die Gastronomen seien von den Besucherzahlen – er schätzte die Zahl der Besucher auf rund 1000 an diesem Abend – beeindruckt gewesen. „Am Ende wurde sogar die Verpflegung knapp“, sagte er. Überall sei durch geklungen, dass die Bürger sich den neu gestalteten Dorfmittelpunkt auch als Schauplatz für ein regelmäßiges Sommerfest vorstellen könnten. Eine Arbeitsgruppe, die gerade an einer neuen Konzeption für ein solches Angebot arbeitet, wird sich der Idee gerne annehmen. „Den Test für die Zukunft hat der Platz bestanden“, sagte Behrenbruch.


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