Film Ab : Sommer und Strandkino – die perfekte Mischung

Rund 700 Zuschauer genossen beim Strandkino sowohl den Film als auch die einzigartige Atmosphäre.
Rund 700 Zuschauer genossen beim Strandkino sowohl den Film als auch die einzigartige Atmosphäre.

Zweite Auflage des Green Screen-Strandkinos lockt 700 Besucher / „Bonbonkino“ am 22. August

Avatar_shz von
28. Juli 2014, 06:00 Uhr

Zwischen den Zehen kitzelt der Ostseesand, vor den Augen die Kulisse des Roten Meeres – das schafft nur Green Screen. Dazu warme 20 Grad, vom Tage aufgeheizter Sand und abflauender Wind aus Nord boten am Freitagabend eine perfekte Kulisse für das Eckernförder Strandkino in seiner zweiten Auflage. Zu sehen gab es den Blockbuster des Green Screen-Festivals 2013, „Adoptiert von Delfinen“ von Autor und Regisseur Ulf Marquardt, der in eindrucksvollen Aufnahmen die Akzeptanz zwischen Mensch und den von Haus aus scheuen Tümmlern in bisher einmaliger Form zeigte.

Auf Strandstühlen, Decken oder oft direkt im noch warmen Strandsand vor dem Ostsee Info Center (OIC) – für den besten Platz vor der Leinwand am Holzspielschiff wurde es schnell eng, während sich erst später die „Logenplätze“ auf der Holztreppe vor dem OIC füllten. Als gemeinsame Veranstaltung mit der Eckernförder Touristik GmbH beschritten die Green Screen-Leute neue Wege, denen rund 700 Zuschauer bei freiem Eintritt folgten.

Machten es sich in den hinteren Reihen vorwiegend die Erwachsenen gemütlich, zog es Familien mit Kindern eher nach vorne, wo sich die Jungen und Mädchen bei Bedarf zwischenzeitlich auf dem Spielschiff Bewegungsausgleich verschafften.

„Naturfilme gehören in die Natur“, so die begrüßenden Worte von Green Screen-Festivalleiter Gerald Grote. Vier lustige Kurzfilme halfen dem Publikum über die Dämmerung hinweg, bevor nach einer kurzen Einführung von Schweinswal-Experte Dr. Andreas Pfander zur Besonderheit von Delfinen der Hauptfilm kurz nach Sonnenuntergang begann.

„Großartig, was hier geboten wird“, schwärmte Renate Fischer – sie kannte Freiluftkino nur aus der Zeit der Autokinos und genoss bei einem Glas Wein aus der Bistroversorgung des OIC die Darbietung.

Wer in den Reihen vor der rund sechs mal vier Meter hohen Leinwand keinen Platz mehr fand, nutzte die Promenade, die sich im Verlauf des Sommerabends kontinuierlich mit neuen Zuschauern füllte, denn das Filmthema machte auch neugierig. So erfuhren die Zuschauer in dem 45-minütigen Streifen, dass die Tiere jahrelange Partnerschaften eingehen und keine Einsamkeit mögen. Oder (bei hinterlegter Stadionatmosphäre), dass Delfine gerne mit Kugelfischen „kicken“ und dass sich Ohrenquallen besonders gut als „Kaugummi des Meeres“ eigneten. Betroffen machte dann die Tatsache, dass vor der ägyptischen Touristenhochburg Hurghada ohne Rücksicht mit Motorbooten zwischen den lärmempfindlichen Tieren für „Dolphin Watching“ stundenlang herumgefahren wird.

Für die meisten viel zu schnell war die großartige Veranstaltung, bei der alles stimmte, vorüber. Am Ende griffen die meisten gerne ins Portemonnaie, um sich in Form einer Spende bei Green Screen zu bedanken.Viele dürfen sich schon auf den 22. August freuen, denn dann gibt es wieder „Bonbonkino“ im Hof der Bonbonkocherei.

Die diesjährige Green Screen-Tour mit den Filmen, die sich für den sh:z-Publikumspreis bewerben, startet am 4. August in Neumünster. Neben 14 weiteren Städten werden die Beiträge am 28. August auch in Eckernförde in „Carls Showpalast“ gezeigt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen