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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 13:59 Uhr

„SoFi“ 2081 und Finks offene Worte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Für Eckernförder Augen unbemerkt hat „SoFi“ gestern seine volle Pracht entfaltet. Wunderbar schob sich der Mond zwischen 10 und 11 Uhr zwischen Erde und Sonne und verdunkelte die Sonne mitten am Tag. Ein außergewöhnliches Erlebnis, das sich für uns Nordlichter allerdings hinter der Wolkenwand abspielte und damit den schutzbrillengeschützten Blicken verborgen blieb. Die Optiker, Augenärzte und sicher auch viele Eltern haben es sich so gewünscht. Und auch die Stadtwerke Eckernförde dürften dem trüben Himmel dankbar gewesen sein: Das Szenario heftiger Spannungs- und Frequenzschwankungen mit einem finalen Netzzusammenbruch infolge der natürlichen Solarabschaltung trat nicht ein, die gut geölten Notstromaggregate zur Stromerzeugung mussten nicht angeworfen werden.

Was bleibt sind Bilder aus zweiter Hand in der Zeitung, im Netz und im Fernsehen. Und die Aussicht auf die nächste „SoFi“ im Jahr 2081 – bis dahin.

Sie sind oft nur Gäste auf Zeit, haben ihre Heimat verlassen (müssen), weil sie dort verfolgt, gepeinigt oder gar gefoltert und auf der Abschussliste irrsinniger Gotteskrieger und mörderischer Machthaber stehen. Sie sind hier willkommen. Sollen hier durchatmen, zur Ruhe kommen, die Sprache lernen, sich integrieren vielleicht sogar eine neue Existenz aufbauen. Und dabei helfen ihnen viele Eckernförder, und einige ganz besonders. Das ist gut, reicht aber wohl nicht mehr aus angesichts der 200 Menschen, die in diesem Jahr ins Ostseebad kommen. Die Asylbetreuung lebt zwar von Herzblut, muss aber auch professionell gemanagt werden. Transparenz und klare Strukturen sind da unerlässlich. Die Stadtverwaltung agiert am Limit, denkt über eine neue Stelle nach, die die Politik freigeben muss.

Klärungsbedarf gibt es hingegen bei der Arbeit des Vereins Umwelt-Technik-Soziales (UTS), der sich federführend um das operative Geschäft der Sprachkurse, der Qualifizierung und Vermittlung in Arbeits- und Ausbildungsplätze kümmert. Die kritischen Anmerkungen des FDP-Ratsherrn Oliver Fink im Sozialausschuss ließen aufhorchen. Fink gilt als stets gut vorbereiteter, besonnener Mann, der das offene Wort pflegt, aber keinesfalls zur Skandalisierung neigt.

Jetzt ist UTS am Zug.

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von
erstellt am 20.Mär.2015 | 11:33 Uhr

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