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So klingt Russland: Exprompt überzeugt mit Spielfreude

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shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hütten | Und wieder einmal hat Veranstalter Werner Schmidt mit der Auswahl der Musikgruppe "Exprompt" den Geschmack des Publikums getroffen. Begeistert strömten sie in den Hüttener Krug, um den virtuosen Klängen von Balalaika, Banja und Dumra zu lauschen. Mit erstaunlicher Harmonie und einer unglaublichen Geschwindigkeit überzeugten die vier Musiker der russischen Folklore Gruppe Exprompt vor ausverkauftem Haus.

Exprompt bedeutet spontan, improvisiert - doch Balalaikaspieler Alexey Kleshchenko klärt das Publikum auf: "Jede Improvisation will vorher gut geübt sein." Zu Exprompt gehören auch Domra-Spielerin Olga Kleshchenko, Alexey Dedyurin mit dem Bajan, einer Art Akkordeon, dessen Register jedoch um einiges größer ist, als die uns bekannte Ziehharmonika zu bieten hat. An der Bass-Balalaika steht Ewgenij Tarasenko.

Die Finger der vier Musiker flogen nur so über die Zupfinstrumente. Mit einer bisher nicht gesehenen Leichtigkeit scheinen sich ihre Instrumente zu unterhalten. Statt Noten genügt den Musikern ein kleines Augenblinzeln, ein einziger Augenaufschlag, und sie verstehen sofort, was gemeint ist. Diese Fertigkeit haben sich die vier Musiker am Musikkonservatorium in Petrosavodsk, der karelischen Hauptstadt, erarbeit und in jahrelangem gemeinsamen Spiel perfektioniert.

Und in dieser Perfektion präsentierten sie dem Publikum ihre Mischung von Musik. Mit den Klängen ihrer Instrumente erzeugten die vier Virtuosen Ausdruckskraft und Gefühle wie Liebe Trauer, Freude und Melancholie.

Ihre Musik kommt aus den unterschiedlichsten Regionen Russlands. Mit traditionellen Tänzen und Volksliedern, finnischer Polka, aber auch Folklore aus allen anderen Teilen der Welt und auch klassichen Stücken, lud das Quartett das Publikum zu einer ganz besonderen musikalischen Weltreise ein. Hinter vielen der Stücke verbergen sich Geschichten, die Balalaika-Spieler Alexej Kleshchenko dem Publikum mit sympathisch russischem Akzent erzählte.

Mit den Geschichten und den dazu passenden Klängen, wurde das Publikum in einer andere Welt gezaubert und erlebte Fröhlichkeit und Traurigkeit der russischen Folklore, spürte den eisigen Wind der sibirischen Tundra und die Unendlichkeit der russische Weite.

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