zur Navigation springen

Jeder wie er mag : So feiern Eckernförder Weihnachten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zum Weihnachtsfest gehören für die meisten Menschen das Zusammensein mit der Familie und ein Tannenbaum dazu. Vermisst werden winterliche Kälte und Schnee.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2015 | 17:58 Uhr

Eckernförde | Trotz der frühlingshaften Temperaturen gestern – heute ist Heiligabend. Während für einige Kälte und Schnee unbedingt zum Fest gehören, ist für andere an Weihnachten das Zusammensein mit der Familie entscheidend. Allen gemeinsam ist ein geschmückter Tannenbaum, der nach wie vor in den meisten Wohnstuben steht.

Bei Günter Heyn steht der Tannenbaum bereits seit Beginn der Adventszeit in der guten Stube. Der 64-Jährige ist seit acht Jahren als Würstchenverkäufer auf dem Weihnachtsmarkt tätig. Heute Abend feiert der Eckernförder mit seiner Frau, anstelle von Würstchen gibt es Entenbrust.

Weihnachten wird aber nicht nur in den eigenen vier Wänden gefeiert. Im Laufe des heutigen Tages sind viele Eckernförder auf dem Weg zu ihren Familien. So auch Angelika Nissen. Seit vier Jahren arbeitet die 61-Jährige im Tourist-Info-Point in der Kieler Straße. Sie stammt von der Westküste und fährt heute wie jedes Jahr zu ihrer Mutter. Dort erwarten sie ein geschmückter Tannenbaum und zum Abendessen Rouladen. Weihnachtliche Stimmung ist bei ihr noch nicht wirklich aufgekommen. „Ich finde schon, dass winterlicher Frost dazu gehört“, sagt Nissen.

An den Weihnachtsfeiertagen haben Kirchen Hochsaison. Pastoren und Pfarrer sind dann gefordert. Einer von ihnen ist Jan Teichmann, einer von drei Pastoren der Kirchengemeinde Borby. Als stolzer Vater besucht der 37-Jährige heute Nachmittag gemeinsam mit Frau und Kind das Krippenspiel des evangelischen Kindergartens in der Kirche, hat doch der große Sohn (5) eine Rolle übernommen. Da der Pastor erst um 23 Uhr die Christmette hält, kann er in diesem Jahr den Heiligabend in großer Familienrunde mit Frau, Kindern, Eltern, Großeltern und weiteren Verwandten ganz in Ruhe verbringen, bevor er sich gegen 21.30 Uhr zurückzieht, um noch einmal die Predigt durchzugehen. Eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes ist Jan Teichmann in der Kirche.

Auch die Leiterin der Jugendherberge, Monika Lüthi, ist in ihrem Beruf Trubel gewohnt. Jetzt, in der Schließzeit der Jugendherberge (noch bis 15. Januar) erledigt sie dringende Büroarbeiten. Heiligabend verbringt die 54-Jährige mit ihrem Mann und der jüngsten Tochter ganz in Ruhe, bevor am zweiten Feiertag weitere Kinder und Enkelkinder das Haus in Kochendorf besuchen.

Den Marktbeschicker am Obststand am Gänsemarkt, Martin Zamzow, kennt jeder in Eckernförde. Obst wird heute Abend bei dem 51-Jährigen, seiner Frau und seinem Sohn nicht auf dem Tisch stehen – stattdessen ein Büfett vom Chinesen. Fleischhaltig geht es auch an beiden folgenden Feiertagen zu. Beim Treffen mit Freunden gibt es Steak und Rouladen.

Nicht alle Menschen feiern Weihnachten. Einer von ihnen ist der bekannte Künstler Falko Windhaus. „Ich werde mich, wie seit 25 Jahren, zurückziehen und bei einem guten Glas Wein zeichnen und arbeiten“, verrät der 61-Jährige. Er ist der festen Überzeugung, dass es jedem frei stehen solle, Weihnachten so zu verbringen, wie er es persönlich mag.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen