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ZiKita : Smalltalk mit dem Ministerpräsidenten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

18 Kinder des evangelischen Kindergartens Rieseby interviewen im ZiKita-Projekt Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Torsten Albig im Gästehaus der Landesregierung in Kiel.

Rieseby | Welchem Profi ist das noch nicht passiert? Das große Interview der 18 Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Rieseby mit Ministerpräsident Torsten Albig im Rahmen des shz-Projekts „Zeitung in der Kindertagesstätte“ (ZiKita) sollte beginnen und prompt gab’s eine technische Panne. Das eigens für den großen Tag angeschaffte Mikrofon funktionierte nicht. Und nachdem die „Tonmänner“ Jan-Ole (6) und Leo (6) sowie Torsten Albig es auf die Schnelle auch nicht richten konnten, wurde das Interview auf Albigs Smartphone aufgenommen. Der versprach die Tondatei nach Rieseby zu schicken.

Vor dem Interview hatten die Kinder bereits einen aufregenden und interessanten Tag hinter sich. Mit dem Zug ging es, begleitet unter anderem von Kita-Leiterin Christiane Endling nach Kiel. Die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Eckernförde, Serpil Midyatli (SPD) führte sie durch den Landtag und wurde bereits mit Fragen überhäuft. Die Kinder hatten sich gut auf den Besuch vorbereitet, unter anderem mit einem Film, wie Christiane Endling berichtete. Und sie waren aufgeregt. Endling: „Das Interview mit dem Ministerpräsidenten hat selbst den morgigen Kinderfasching in den Hintergrund gedrängt“. In der Landtagskantine stärkten sich die Kinder für den Höhepunkt des Tages, dem Interview.

Nachdem Torsten Albig den kleinen Reportern zunächst erzählte, dass in dem Raum normalerweise einmal wöchentlich das Kabinett tagt und er sich mit ihnen über die Bilder an den Wänden ausgetauscht hatte, ging es los. Die Kinder stellten ihre selbst ausgedachten Fragen. Da ging es querbeet. So erfuhren die Kinder, was Albig alles gemacht hatte, bevor er Ministerpräsident wurde – vom Jurastudium über Sprecher des Bundesfinanzministers bis hin zum Kieler Oberbürgermeister. Sie erfuhren, dass er keinen Hund hat, dafür früher aber Katzen und auch, dass er schon mal Trecker gefahren ist. Auf Tjarks Frage, ob der Ministerpräsident im Haus B, dem Gästehaus der Landesregierung, in dem das Interview stattfand, eine Wohnung hat, gab es einen kurzen geschichtlichen Abriss des Hauses und die Info, dass Albig eine andere Wohnung habe. Das Spektrum der Fragen reichte von den Hobbys, über den Lieblingsfußballverein, ob Torsten Albig kochen kann bis hin zum Lieblingsessen und Fragen nach Frau und Kindern. Die Riesebyer Kinder erfuhren viel Privates über den Ministerpräsidenten. Dass er im Fernsehen gerne Actionfilme und Fußball sieht, dass er kochen und backen kann und welche Musik er gerne hört.

Lenis Frage nach der Zahl der Termine pro Tag wurde ebenso beantwortet wie die Frage von Luca, der wissen wollte, was der Ministerpräsident alles im Büro erledigt. Torsten Albig, dem der Termin sichtlich Spaß machte, blieb keine Antwort schuldig. Gretas Frage „Schnackst du Platt?“ musste Albig allerdings verneinen. Hoffentlich verstand er es dennoch, denn nach dem Interview bedankten sich die Kinder mit dem Lied „Kumm to mi“ auf Platt von ihrem Gastgeber. Mit einem Gruppenfoto auf dem Balkon des Gästehauses endete der Besuch.

Die Idee zu diesem aufregenden Termin entstand bei einem Weihnachtsbacken in der Riesebyer Kita, an dem Serpil Midyatli teilnahm. Und da alle die Idee für das Interview mit dem Ministerpräsidenten toll fanden, unterstützte sie die Kinder. Diese haben ihren Ministerpräsidenten mal ganz privat kennengelernt.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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