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Coop zeigt Pläne im Bauausschuss : Sky-Kino nimmt konkrete Formen an

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Coop hat am Mittwochabend im Bauausschuss das Großprojekt Verbrauchermarkt mit Kino-Etage und Tiefgarage in der Gartenstraße vorgestellt. Ende 2018 könnte das neue Gebäude bezugsfertig sein.

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erstellt am 09.Jun.2016 | 06:14 Uhr

Eckernförde | Tiefgarage für die Kunden und Besucher, ein runderneuerter oder gänzlich neuer Verbrauchermarkt im Erdgeschoss und sechs Kinosäle mit 680 Plätzen und großzügigem Foyer obendrauf – das sind die Grundzüge der Coop-Planung für die Liegenschaft Gartenstraße. Das Interesse im Bauausschuss gestern Abend war sehr groß. Für die Handelsgenossenschaft Coop stand Geschäftsführer Dierk Berner Rede und Antwort, Ralf Thomsen umriss die Kinoplanung und der Eckernförder Architekt Stefan Rimpf stellte die Entwurfsplanung vor. Coop hat eine Bauanfrage für diese ungewöhnliche Nutzungskombination eingereicht, die derzeit zwischen dem Bauamt und dem Unternehmen abgestimmt wird. Zwei Dinge kommen bei diesem Projekt zusammen: Eckernförde braucht nach vier Jahren Stillstand dringend ein neues, zentral gelegenes Kino, und Coop möchte seinen 40 Jahre alten Verbrauchermarkt grundsanieren, etwas erweitern und den Innenstadtstandort festigen.

Offenbar passt beides zusammen. Architekt Rimpf zeigte in seinen Entwürfen und Zeichnungen, wie die eher ungewöhnliche Kombination aus Verbrauchermarkt und Kino später einmal aussehen könnte: großflächig, transparent und am höchsten Punkt der erhabenen Kinosäle auf dem Dach knapp 12 Meter hoch. Unten ein von derzeit 1350 auf 1600 bis 1700 Quadratmeter Verkaufsfläche leicht vergrößerter Vollversorger mit modernstem Marktkonzept, obendrauf ein transparent aufgebauter Kinokomplex mit sechs unterschiedlich großen Sälen und Foyer. Das Gebäude solle nach oben immer filigraner „mit leicht -luftiger Konstruktion“ werden, sagte Rimpf, zu den drei Nachbarhäusern an der Reeperbahn werde entsprechend Abstand gehalten, wobei die Erdgeschosse zweier Häuser wohl der Markterweiterung dienen sollen. Das Kino sei barrierefrei erreichbar, der Eingang erfolge über das Eckgebäude Reeperbahn. Die Tiefgarage mit etwa 60 Plätzen könne über das vorhandene Parkdeck im rückwärtigen Bereich angefahren werden, wobei aber auch noch die Möglichkeit einer Ein- und Ausfahrt von der Reeperbahn erwogen wird. Es gebe verschiedenen Szenarien, die derzeit geprüft und abgearbeitet würden.

Dierk Berner wies auf die Notwendigkeit einer grundlegenden Modernisierung des Sky-Markts hin. „Wir möchten unser modernes Konzept gerne in Eckernförde umsetzen“, sagte der Coop-Geschäftsführer Expansion und Immobilienwirtschaft. Dazu gehörte das sogenannte Kojen-Konzept für die unterschiedlichen Sortimente, ein großer Frischebereich sowie breite Gänge, attraktive Präsentation, zusätzliche Parkplätze und neueste Haustechnik. Mit Sky trete man im Premiumsegment gegen Markant, Famila und Edeka an. Coop betreibe in Eckernförde zwei Sky-Märkte mit 40 Mitarbeitern.

Kinobetreiber Ralf Thomsen, der seit 30 Jahren auf Amrum und in Heide Filmtheater betreibt, möchte in Eckernförde „Kino auf höchstem Niveau“ zeigen. Er stellt sich eine Mischung aus Top 10-Filmen, anspruchsvollen Filmen, Familienprogramm, Urlauberkino, Filmpremieren und Filmclubangeboten vor. Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen möchte er in jedem Fall unterstützen und eine Plattform geben.

Noch offen ist, ob Coop den alten Markt erhalten und sanieren oder durch einen Neubau ersetzen wird. Die Kostenfrage werde erst im weiteren Verlauf konkretisiert, sagte Berner, derzeit befinde man sich im frühen Stadium der Bauvoranfrage. Hinsichtlich eines möglichen Anteilsverkaufs der Coop an den Handelskonzern Rewe beruhigte er auf Anfrage von Georg Bicker (CDU) die Anwesenden, dass ein dann gestärktes und entschuldetes Unternehmen den eingeschlagenen Weg weitergehen werden. Mit Rewe selbst dürfe sich Coop allerdings aus kartellrechtlichen Gründen im Moment nicht abstimmen.

Auf die Frage von Ralph Krüger (CDU) nach Baubeginn und Fertigstellung erklärte Berner, dass man ein Jahr Vorlauf für eine bauantragsreife Planung brauche, ein weiteres Jahr sei für den Bau zu veranschlagen, so dass der neue Verbrauchermarkt mit Kino-Etage Ende 2018 bezugsfertig sein könnte.

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