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Hunde trainieren in Osdorf : Sitz, Platz und über das Hindernis

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

VDP gründet eine Ortsgruppe in Osdorf. Hunde aller Rassen und jeden Alters sind willkommen. Übungsgelände für ein Jahr beim Kleingartenverein.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2016 | 13:31 Uhr

Osdorf | Der Verband der Pudelfreunde Deutschlands (VDP) hat jetzt auch eine Ortsgruppe in Osdorf. Bereits am 27. November wurde sie in Dibberns Gasthof gegründet. Ihre Mitglieder kommen aus Osdorf, Stubbendorf, Friedrichsort und Kiel. Das jüngste Mitglied ist 14, das älteste 71 Jahre alt. Und kurioserweise ist fast keiner von ihnen Besitzer eines Pudels.

„Na, das stimmt nicht ganz. Unser stellvertretender Vorsitzender, Lothar Meuter und seine Frau, haben drei Kleinpudel – und die haben auch gerade Nachwuchs bekommen: einen Wurf mit sechs Jungen“, berichtet Jeanine Langmacher und lacht. Sie ist erste Übungswartin der Ortsgruppe und gleichzeitig für die Jugendarbeit zuständig. Auf ihre Initiative wurde die Ortsgruppe gegründet.

Der Verband der Pudelfreunde Deutschland (VDP) wurde bereits 1952 in Hamburg gegründet und ist Mitglied des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH). Der Verband ist der zweitgrößte Pudelclub Europas und betreute bisher 50 Ortsgruppen. Die in Osdorf läuft unter dem Namen Kiel-Hammer und ist die 51. Jeanine Langmacher und einige der anderen Mitglieder gehörten vorher zur Ortsgruppe Rendsburg-Kropp. „Wir haben immer viel Wert auf Jugendarbeit gelegt“, berichtet die 31-Jährige Büroangestellte, die seit drei Jahren in Osdorf lebt.

Als sie sich vor zehn Jahren nach einem Hundeverein umsah, wusste sie, dass es einer ohne Schutzdienst sein sollte. „Ich muss meinen Hund nicht dazu ausbilden, dass er das Haus beschützt. Das macht er von ganz allein. Ich wollte einen Familienhund“, begründet sie ihre Entscheidung. Ihre Border Collie-Hündin Sierra muss sich benehmen können und gleichzeitig die Hütehund-Merkmale aufweisen. Denn Jeanine Langmacher hat noch ein zweites tierisches Hobby: Sie züchtet Schafe. Elf Tiere hat sie in Osdorf und Gettorf stehen.

Seit sie ihren ersten Hund hatte, interessiert sie sich für alles, was mit dem Thema zu tun hat. Woher kommt das große Engagement? „Mein erster Hund Krümel hatte vor allem Angst. Ich hatte ihn aus dem Tierheim und er muss misshandelt worden sein“. Sie habe nach jemanden gesucht, der ihm helfen kann. „Aber das ist so selten“, musste sie die Erfahrung machen. Deshalb hat sie sich schließlich selbst so intensiv mit dem Thema beschäftigt. Inzwischen hat Langmacher in einem dreijährigen Fernstudium und in Seminaren in Süddeutschland die VDH-Ausbildung zur Übungswartin abgelegt. Darüber hinaus ist sie Verhaltenstherapeutin für Tiere und hat vor vier Jahren den Degility-Ausbilderschein gemacht. Einmal im Jahr besucht sie die Fortbildungsveranstaltungen des VDH, um auf dem neusten Ausbildungsstand zu bleiben.

In der Ortsgruppe in Osdorf wird in Hunde-Menschenteams für Begleithunde-, Leistungs- und Hundehalterprüfungen trainiert. Auch Rally Obedience bietet sie seit vier Jahren an. Dabei gibt es kleine Tafeln mit Aufgaben auf einem Parcours, den Hund und Halter gemeinsam bewältigen müssen. „Das ist besonders bei den Jugendlichen beliebt. Dabei haben sie Spaß und machen gleichzeitig etwas gemeinsam mit dem Tier“, erklärt sie.

Unterordnungsprüfungen, Clickertraining, Sozialisierungsspaziergänge und Degility – keine Frage, die Hunde der 51. Ortsgruppe werden gefordert. Auf der Suche nach einem Übungsgelände stießen die Mitglieder auf den Kleingartenverein an der Dänischenhagener Straße und fragten über Bürgermeister Joachim Iwers beim Vorstand an. Obwohl einige Mitglieder Sorgen hatten, dass sie sich durch das Bellen der Hunde im Übungsbetrieb gestört fühlen könnten, stimmte die Versammlung zu, eine Rasenfläche und eine Parzelle mit Hütte vorerst für ein Probejahr an die Hundefreunde zu verpachten. „Ich sehe das Belebung des Vereins und bin froh, die Flächen verpachten zu können“, erklärt der Vorsitzende des Osdorfer Kleingartenvereins, Max Theodor Rethwisch, und sieht dem Einzug der neuen Pächter positiv entgegen.

>Zu den nächsten öffentlichen Trainingseinheit lädt die Ortsgruppe am Sonntag, 1. Mai, von 11.30 bis 15 Uhr ein: Der Degility-Schnuppertag steht allen Interessierten offen. Beim Degility geht es um Präzisionsarbeit. Diese Disziplin ist auch für Menschen oder Tiere mit Einschränkung oder Behinderung geeignet, da die Übungen individuell abgestimmt werden. „Es geht es um Koordination, Körpergefühl, und ist besonders gut für die Beziehung zwischen Mensch und Tier“, sagt die Trainerin. Eine Anmeldung wird bis zum 24. April erbeten. Ein Clickertraining-Workshop ist für Sonnabend, 7. Mai, von 12.30 Uhr bis 14 Uhr geplant. Auch hier ist jedes Team willkommen.

In den Sommerferien werden Kurse für Kind- und Hundeteams in Zusammenhang mit dem Ferienbegleiter angeboten.

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