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Volker Altenhof : Sinnfragen in Farben gegossen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„Stilles Meer – Weg der Fischgötter“: Volker Altenhof stellt in der Galerie 66 aus. Altenhofs Arbeit mit Farben, Formen und Fantasie regte die Ausstellungsbesucher zur intensiven Auseinandersetzung an. Die Ausstellung ist bis 19. November geöffnet.

„Ist das Kunst?“ fragte Gastgeber Peter Jochimsen das Publikum. Er sparte in seinen Begrüßungsworten zur neuen Ausstellung des Malers Volker Altenhof in der Galerie 66 im Baltic Sea International Campus nicht mit Provokationen. Die rund 60 Gäste der Vernissage am Freitagabend waren extrem gespannt, was der renommierte Maler Volker Altenhof aus Altenhof sich zum Thema „Stilles Meer – Weg der Fischgötter“ hat einfallen lassen und wie er es künstlerisch umgesetzt hat.

Jochimsen gestaltete die Ausstellungseröffnung ebenso eindringlich wie herzlich. Ohne den Anspruch, die Bilder Altenhofs erklären zu wollen, gab er diesen Teil des Kunstgenusses in die Wahrnehmung jedes einzelnen Betrachters. „Kunst ist das, was in Ihnen stattfindet“, sagte er den Gästen und lud diese ein, sich den farbgewaltigen Malereien hinzugeben und diese auf sich wirken zu lassen. Dieser Prozess der Kommunikation mit der Kunst sei unvermeidlich, um am Ende die Frage nach der Kunst in den Bildern beantworten zu können.

„Vor allem ist es sehr blau“, stellte ein Gast zu Beginn der Eröffnung für sich fest. Und tatsächlich schwelgt Volker Altenhof auch in dieser Ausstellung in allen Blautönen dieser Welt. Die Tiefe und Intensität der Farben seien das Produkt mühsamer Arbeit, erklärte Professor Jochimsen auch diesen auffälligen Aspekt. Wer die Workshops von Volker Altenhof kenne, wisse, dass dieser die Herstellung seiner Farben selbst betreibe, was auch in diesem Bereich für seine außerordentliche Handwerkskunst und Detailarbeit spreche. Am Ende des Prozesses stünden Werke, denen man den unglaublichen Aufwand ansehen könne.

Volker Altenhof, der in der unmittelbaren Umgebung von Eckernförde die Ostsee stets vor Augen hat, scheint fasziniert vom Meer schlechthin. Wasserkraft, Horizonte, Bewegungen und Strömungen sowie Lichteinflüsse komponiert er in unzähligen Farbnuancen und Details. Die Vielschichtigkeiten seiner Werke werden greifbar in Farbschichten,die die Tiefe der farblichen Kompositionen ausmachen. Peter Jochimsen sieht nach eigenen Worten in Altenhofs neuer Ausstellung mit Wasser, Raum und Sinn die Grundbegriffe des Seins aufgenommen. Seiner Interpretation nach gelingt es Volker Altenhof, den Sinn des Lebens über Raum und Farbe zu vermitteln. Gleichzeitig bleibt jedem Betrachter die Chance, weitere oder andere Feinheiten für sich aus den Werken zu erkennen. „Nehmen Sie sich die Zeit, die Malereien auf sich wirken zu lassen und ich sage Ihnen zu – jeder wird Eindrücke für sich gewinnen“. Und in dem Moment, so Jochimsen weiter, sei die Frage, ob die Ausstellung „Stilles Meer – Weg der Fischgötter“ Kunst sei, aufrichtig positiv zu beantworten.

Aber sicher sind die 30 Werke, die Volker Altenhof für diese Ausstellung ausgewählt hat,noch mehr. Sie ermuntern dazu, sich Zeit für das Innehalten zu nehmen und sich dem Augenblick der Betrachtung hinzugeben. Sie sind Anlass für eine künstlerische Meditation, um sich auf die Farb- und Gefühlswelt eines Malers einzulassen, der im Stande ist, die Weite des Meeres, die entrückte Schönheit der Fische und die Überwindung der Entfernungen durch Raum und Zeit farblich zu inszenieren. Eine Überraschung am Rande des Alltags zu zaubern und Sinnfragen erlebbar zu machen.

Die Arbeiten – allesamt Tempera auf Leinwand oder Hartfaser – sind noch bin zum 19. November in der Galerie 66 zu sehen. Besuch dringend empfohlen!

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erstellt am 06.Okt.2014 | 06:30 Uhr

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