Pächterwechsel : Siegfried-Werft unter neuer Leitung

Blicken mit viel Zuversicht in die Zukunft (v.l.): Hans-Joachim Graf von Gersdorff, Oliver Träger und Günter Sönksen.
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Blicken mit viel Zuversicht in die Zukunft (v.l.): Hans-Joachim Graf von Gersdorff, Oliver Träger und Günter Sönksen.

Pächter Günter Sönksen hat den Betrieb an seinen Restaurantleiter Oliver Träger abgegeben. Dieser will das bisherige Konzept beibehalten und hat auch alle Angestellten übernommen.

shz.de von
14. Januar 2015, 05:49 Uhr

Die Siegfried-Werft hat einen neuen Betreiber: Oliver Träger hat das Hotel und das Restaurant von Günter Sönksen übernommen. Der 49-Jährige will sich noch einmal beruflich verändern, hat mehrere Optionen in Deutschland und im Ausland. „Wir klopfen gerade alles ab“, sagt er. „Ich mache nichts ohne meine Frau und meinen elfjährigen Sohn. Wir werden die Entscheidung gemeinsam treffen.“

Sein Nachfolger ist der bisherige Restaurantleiter Oliver Träger. Seit dreieinhalb Jahren arbeitet der 36-Jährige im Service der Siegfried-Werft und hat den Betrieb intensiv kennengelernt. „Es bleibt alles, wie es ist, auch die Küche“, sagt er. Die 16 Angestellten und Aushilfen hat er übernommen. 18 Zimmer und eine Ferienwohnung umfasst das Hotel, im Restaurant finden 70 Personen Platz, im Clubraum noch einmal 30 Leute.

21 Jahre lang hatte Günter Sönksen die Siegfried-Werft von Hans-Joachim Graf von Gersdorff gepachtet. Ganz neu waren die Gebäude damals, deren Fassaden dem zuvor abgerissenen Original nachempfunden sind. Sönksen legte großen Wert auf ein kulturelles Programm: Er etablierte in den ersten Jahren den Seatown Jazzclub, zehn Jahre lang traten hier die Mitglieder der „hafenmusic“ auf. Konzerte von Folk Baltica fanden hier ebenso statt wie die von Rock- und Folkbands, der Glitterabend brachte die Gäste zum Lachen, die legendären After-Work-Partys von Ingke Lehmann zum Tanzen. Dazu gab es „deutsche regionale Küche mit Pfiff“, so Sönksen. Sein Erfolgsrezept: „Man muss hinter dem stehen, was man macht.“ Wichtig seien Qualität und ein motiviertes Team.

Das sieht Oliver Träger genauso. Er hat den Betrieb schon zum 1. Januar übernommen und schon eine größere Veranstaltung ins Auge gefasst: Vom 24. bis 26. Juli gibt es anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Kakabellenbieres bei ihm das „Fest der handgebrauten Biere“.

Während sich die beiden Gastronomen gegenseitig Glück für ihre berufliche Zukunft wünschen, gibt es noch einen Dritten, der mit einstimmt: Verpächter Hans-Joachim Graf von Gersdorff, der Günter Sönksen für den Erfolg seines Anwesens dankt und Oliver Träger viel Glück wünscht. „Einen so harmonischen Übergang unter Pächtern habe ich mir gar nicht vorstellen dürfen. Das ist selten.“

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