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Anerkennung fürs Ehrenamt : Sie sorgen für eine bessere Gesellschaft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinde Altenholz würdigte drei verdiente Mitbürger mit der Ehrenmedaille. Den Rahmen bot der traditionelle Jahresempfang im Ratssaal. Gleichzeitig wurde der Loslösung der Gemeinde aus dem Amt Dänischenhagen vor 50 Jahren gedacht.

„Heute wollen wir für das Ehrenamt den Teppich ausrollen und Danke sagen“, erklärte Bürgervorsteher Wolfgang Weiß auf dem Jahresempfang der Gemeinde am Donnerstagabend. Im Mittelpunkt dieser Feier im Ratssaal stehen in jedem Jahr die Menschen, die sich über Jahre oder auf ganz besondere Art und Weise für ihre Mitbürger oder die Gemeinde eingesetzt haben. Bürgermeister Carlo Ehrich konnte dazu zahlreiche hochrangige Gäste, darunter die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel, Dr. Susanne Gaschke, und den Kieler Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar, Kreispräsident Lutz Clefsen, die Landtagsabgeordneten, Vertreter der umliegenden Amtsbezirke, Gemeinden und der Kirche, die Leiter der Schulen und die Vorsitzenden fast aller ortsansässigen Vereine und Verbände sowie aktuelle und ausgeschiedene Gemeindevertreter begrüßen.

In diesem Jahr wurden drei Bürger ausgewählt, die stellvertretend für viele andere Ehrenamtler die Medaille und Urkunde der Gemeinde entgegennehmen durften.

Das Deutsche Rote Kreuz war das Wirkungsfeld von Bodo Chemnitz (81). Er hat mehr als zwölf Jahre die Finanzen geführt und maßgeblich an der Entwicklung des Ortsvereins mitgearbeitet. Nebenher war Bodo Chemnitz im Kuratorium und Elternbeirat der DRK-Kindertagesstätte. Er ist seit 2008 und bis heute für das DRK als Mitglied im Stiftungsrat der Irmgard-Jaron-Stiftung bei der Förde Sparkasse bestellt und vertritt nach wie vor das DRK im Rat für Kriminalitätsverhütung in der Gemeinde. Chemnitz bedankte sich, berichtete, wie er aus dem Riesengebirge über Kiel nach Altenholz kam und appellierte: „An alle, die es können: Üben Sie ein Ehrenamt aus!“

Vielseitig war das Engagement von Helga Schröder. Auch sie arbeitete 25 Jahre lang im Blutspendeteam des DRK mit, aber sie brachte sich auch von 1976 bis 1985 als Vorsitzende des Schulelternbeirats der Claus-Rixen-Schule ein. Insgesamt über 30 Jahre lang, von 1979 bis 2012, bestimmte sie das politische Geschehen in fast allen Ausschüssen als wählbare Bürgerin der CDU und ein Jahr lang auch als Gemeindevertreterin mit. „Helga Schröder wurde aufgrund ihres ausgleichenden Wesens und ihrer auf praktische Lösungen gerichtete Vernunft in allen Gremien hoch geschätzt“, so Weiß in seiner Rede.

Mit 96 Jahren ist Hermann Ulrichs sicher schon einer der ältesten Gemeindemitglieder und sein Steckenpferd waren die jagdlichen Belange der Gemeinde, um die er sich seit 50 Jahren kümmert. Begonnen hat er als „Begehungsscheininhaber“ und übernahm das Revier von Heinrich Karstens. Gemeinsam mit drei weiteren Jägern betreute er das Revier Altenholz und mit Eintritt in den Ruhestand widmete er seine Zeit fast ausschließlich der Jagd. Er war Ansprechpartner für alle Fälle rund um Wildtiere. „Die jagdliche Entwicklung in Altenholz trägt seine Handschrift“, berichtete der Bürgervorsteher, und auch wenn es altersbedingt nicht immer ganz einfach ist – eines lässt Hermann Ulrichs sich bis heute nicht nehmen: Die tägliche Fahrt in ein Revierteil, um nach dem Rechten zu sehen. „Solange es mir möglich ist, werde ich weitermachen“, erklärte Ulrichs und lobte das gute Verhältnis zu den Grundstückeigentümern und der örtlichen Polizei in all den Jahren. „Wenn es irgendein Problem gab, sind wir immer nett aufgenommen worden und haben stets die erbetene Hilfe bekommen“, sagte Ulrichs und schloss mit einem „herzlichen Waidmannsdank“.

Der Empfang für die Ehrenamtler wurde musikalisch von den Musikern der Band Blex begleitet. Noch einen weiteren Grund zum Feiern führte der Bürgermeister in seiner Ansprache an. „Altenholz ist in diesem Jahr 50 Jahre amtsfrei – vielleicht können wir heute auch einen kleinen Nachtrag zu diesem Jubiläum begehen“, erklärte er schmunzelnd. Bis 1963 gehörte die Gemeinde zum Amtsbezirk Dänischenhagen.

Der Fokus jedoch lag auf der Ehrung. Ehrenamt bedeute nicht nur Aufgabe, sondern auch Freude, vor allem aber Gemeinschaft, erklärte Bürgervorsteher Weiß: „Eine Gesellschaft mit Ehrenamt ist eine deutlich bessere Gesellschaft“, schloss er.

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erstellt am 07.Sep.2013 | 08:00 Uhr

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