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Jubiläum : „Sie sind unser größter Schatz“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Diakonieverein Dänischer Wohld begeht 125-jähriges Bestehen mit Festkommers und Gottesdienst / Heute Sommerfest als Abschluss

Das weiße Festzelt ist mit Blumen geschmückt, 85 geladene Gäste sitzen entspannt an runden Tischen, Vera von Reibnitz spielt mit Ragtime-, Jazz- und Swing-Klassiker am Klavier, auf dem Büffet warten fantasievoll belegte Schnittchen: Anlässlich seines 125-jährigen Bestehens hatte der Diakonieverein Dänischer Wohld zu einer offiziellen Feierstunde auf das Gelände in der Süderstraße eingeladen.

Wo die Landespastorin Petra Thobaben in ihrer Predigt im Festgottesdienst den Blick insbesondere auf die Mitarbeiter gerichtet und ihnen für ihren Dienst der Liebe von Herzen dankte, ging es am Sonnabend auch um die Herausforderungen in der Pflege, um die Folgen der zunehmenden Ökonomisierung und die Konkurrenz durch immer mehr private Anbieter. Gäste wie Kreispräsident Lutz Clefsen und Ralf Labinsky vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein zollten dem Diakonieverein Dänischer Wohld große Anerkennung dafür, dass er die Weichen rechtzeitig gestellt hat, um sich im heutigen Wettbewerb zu behaupten und gute Pflege anzubieten. „Ein Träger für eine Region, das ist die Ausnahme“, merkte Ralf Labinsky an. Nur wer sich gut aufstellt, könne die Wünsche der Menschen erfüllen. Und die Nachfrage werde noch steigen, sagte er voraus. Schon jetzt fehle gutes Personal. Eine Herausforderung für die kommenden Jahre. Das bedeute auch, alles zu tun, damit die Mitarbeiter motiviert und gesund blieben.

Das weiß auch Gettorfs Bürgermeister Jürgen Baasch, zugleich Vorsitzender des Diakonievereins. „Es ist eine Arbeit, die Freude und Leid mit sich bringt“, sagte er. Immer ein offenes Ohr zu haben, Zeit für ein Gespräch, oder mal die Hand aufzulegen, das sei das Entscheidende bei der Pflege. In diesem Sinne dankte er Claudia Hammann, die den Pflegedienst leitet, Bärbel Mysch, verantwortlich für die kaufmännische Leitung, und allen Mitarbeitern der Sozialstation. „Sie sind unser größter Schatz.“

Vorstandsmitglied Pastorin Claudia Bruweleit blickte kurz auf die Anfänge des Diakonievereins zurück, als am 26. Januar 1889 Louise Heynsen, die Ehefrau des Gettorfer Hauptpastors Ketel Heynsen, unter dem Dach der Kirchengemeinde St. Jürgen den Gettorfer Verein für weibliche Diakonie gründete. Von der Gemeindeschwesternstation zum professionellen ambulanten Pflegedienst, all das ist in der Chronik ausführlich nachzulesen. „Wir sind sehr froh und stolz, dass es immer noch ein Diakonieverein ist“, sagte sie. Auch sie dankte den Mitarbeitern, dass sie mit ihrer persönlichen Einstellung dazu beitragen, dass sich dieser Betrieb trägt. Auch Amtsvorsteher Kurt Arndt dankte für die segensreiche Arbeit, die die Mitarbeiter im Amtsbereich leisten. „Zuverlässigkeit, Menschenliebe und Qualität, dafür stand und steht der Diakonieverein Dänischer Wohld.“ Nachvollziehbar möchten Menschen so lange wie möglich in der häuslichen Umgebung blieben, sagte er. „Ihre Arbeit wird in der Bevölkerung mit großer Anerkennung wahrgenommen.“

Die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Diakonievereins finden heute mit dem Sommerfest ab 15 Uhr ihren Abschluss.


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