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Menschen des Jahres : Sie koordiniert die Hilfen im Willkommenskreis

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Eckernförder Zeitung stellt ihre Kandiaten für die Menschen des Jahres vor. Für Schwansen: Elsbeth Müller.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2015 | 06:19 Uhr

Brodersby | „Ich stehe stellvertretend für ganz viele Namen“, sagt Elsbeth Müller. Die 50-Jährige ist die Koordinatorin des Willkommenskreises Höxmark. Rund 50 ehrenamtliche Helfer engagieren sich im Willkommenskreis für die Betreuung und Unterstützung der Flüchtlinge. Waren es am Anfang 30 Menschen, die es in einem ehemaligen Altenheim in Höxmark zu betreuen galt, sind es in den vier Gemeinden Brodersby, Karby, Winnemark und Dörpho mittlerweile 80 Flüchtlinge, die integriert werden.

Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ existieren sechs Arbeitsgruppen, in denen die Flüchtlinge Unterstützung finden, unter anderem Hilfe bei der Orientierung, bei der Sprache und in Behörden sowie bei der Mobilität. In einem Fahrradworkshop reparieren die Flüchtlinge ihr eigenes Rad.

Elsbeth Müller ist von Beginn an im Willkommenskreis tätig. Ihre Aufgabe ist der Kontakt zu den Arbeitsgruppen, das Bündeln der Kräfte, die Erarbeitung der Strukturen, die nötig sind, um diese große Zahl an Flüchtlingen zu betreuen. „Eine wesentliche Aufgabe ist es, alles, was nicht gut läuft, sofort nach oben und an andere Helferkreise weiterzugeben“, erklärt die Brodersbyerin. Mit viel Energie und Einsatz geht sie diese Aufgabe an. Stets ist sich die selbstständige Mechanikerin bewusst, dass sie nur ein kleiner Teil des Willkommenskreises ist: „Ich bin eine helfende Hand von vielen couragierten, bewunderswerten und unermüdlich helfenden Händen“, sagt die gebürtige Dithmarscherin, die sich selbst als Macher bezeichnet und viele Dinge zum Wohle der Flüchtlinge anpacken will.

Es ist der Blick, ob jemand Hilfe braucht oder nicht, der Elsbeth Müler auszeichnet. „Ich helfe allen, die Hilfe brauchen, Menschen und Tieren“ lautet ihr Lebensmotto.

Rund sieben Jahre hat Esbeth Müller in Berlin gelebt, wo Menschen anderer Nationalitäten an der Tagesordnung sind. Als es Ende des vergangenen Jahres hieß, dass in Höxmark über 40 Flüchtlinge untergebracht werden sollten, war für die 50-Jährige sofort klar, dass man etwas tun müsse, um keine Schranken aufkommen zu lassen. „Die Angst geht nur weg, wenn man mit den anderen spricht“, ist sie sich sicher.

❍ Wer für Elsbeth Müller stimmen möchte, wählt bis zum 22. November, 24 Uhr, die Telefonnummer 01375/ 80  40  12  30  04 (14 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk teurer) oder schickt in diesem Zeitraum eine SMS mit dem Inhalt „shz ez 4“ an die Nummer 42020. Oder stimmen Sie online ab auf www.shz.de/menschendesjahres.

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