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Gruseliger Einkaufsabend : Shoppen zwischen Kürbis und Vampir

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Halloween Shopping lockte zahlreiche Besucher in Gettorfs Ortskern. Die Organisatoren freuen sich über große Resonanz.

Gettorf | Vor den Geschäften brennen Kerzen, Kürbisgesichter lachen, weiße Spinnenweben verzaubern Bäume, aus Schaufenstern grinsen Vampire und Spinnen. Allein oder an den Händen der Eltern laufen kleine Hexen, Vampire, Untote und Skelette umher. Hunderte Besucher kamen am Freitagabend zum ersten Halloween-Shopping in den Gettorfer Ortskern. Damit hatten weder die Mitglieder des HGV (Handels- und Gewerbeverein) Gettorf und Umgebung, die Geschäftsleute, noch die Gettorfer selbst gerechnet.

Auf Initiative der mit der Erarbeitung eines Stadtmarketing für Gettorf beauftragten cima Beratungs + Management GmbH aus Lübeck hatten um die 30 Teilnehmer den Gettorfer Ortskern von 18 bis 22 Uhr in einen schauerlichen Festplatz verwandelt.Die Geschäftsleute boten Aktionen an, die Jugend-Feuerwehr heiße Würstchen, das DRK schenkte Punsch aus, am Stand des Gettorfer Tierparks erfuhren die Besucher mehr über „echt gruselige“ Tiere, wie das Neunauge oder den Totengräber. Kinder, die sich trauten in einen Topf mit lebenden Mehlwürmern zu greifen, konnten eine Eintrittskarte für den Tierpark gewinnen. Das Gettorfer Backhaus servierte Flammkuchen, Kürbissuppe und Drinks, die Bäckerei Steiskal frische Waffeln, gegen 20 Uhr spazierte der Spielmannszug des GTV und die amtierende Rapsblütenkönigin Kimberley Litzner durchs Dorf.

Am Stand der cima schnitzten die Kinder Kürbisse. „Wir hatten am Anfang schon Schwierigkeiten, alle zu Beteiligenden zusammenzubringen“, erklärte die bei der cima für Gettorf Verantwortliche Lisa Scheer. „Aber das ist überall so“, beruhigte sie. Darum gehe es ja auch, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Viele seien ganz engagiert dabei.

„Es sieht doch sehr gut aus“, meinte auch der HGV-Vorsitzende Thomas Grötsch. „Es laufen viel mehr Leute im Ort herum als sonst. Das ist doch mal ein Anfang.“ Ohne das Engagement der Geschäftsleute ginge es jedoch nicht. Es brauche den örtlichen Bezug. Die Geschäftsleute wirkten zufrieden. Die Floristin und Zierpflanzengärtnerin Kerstin Quatfasel, die seit dem 12. September die Kreativhütte in der Eichstraße betreibt, hatte Kürbisgesichter, Windlichter mit Spinnen und Skeletten ins Fenster gestellt. Für die Kinder gab es etwas zu Naschen. „Da muss man doch einfach mitmachen“, meinte sie. „Wir wollen doch den Ortskern beleben und die Leute ermutigen in die Einkaufsstraße zu kommen.“

Norbert und Jutta Iversen hatten in ihrer Bücherstube in der Herrenstraße Vampir-Girlanden aufgehängt, einen extra Büchertisch mit dem Krimi „Tod in Gettorf“ von Richard Keen bestückt, Vorleserin Brigitte Schaper, in blutrotem Zauberfeenkleid, las den Kindern Gruseliges aus „Die kleine Hexe“, „Der kleine Vampir“ oder „Nachtschattengeschichten zum Fürchten“ vor. „Na, klar machen wir da mit“, erklärte Norbert Iversen.

Auch Patrizia Gorn, Firma Digital-Print-Service in der Herrenstraße, war froh über die Resonanz. „Ich find’s total super“, sagte sie. „Heute ist hier 80 Prozent mehr los als sonst. Es ist so schön, dass die Besucher es annehmen. Und dass sich der Zusammenhalt der Geschäftsleute zeigt.“ Ideen für das Halloween-Shopping im kommenden Jahr hat sie auch schon. Sie wünscht sie sich noch mehr kulinarische Angebote. Man könnte Feuerkörbe aufstellen und das Halloween-Shopping mit dem Laternelaufen von GTV und Feuerwehr verbinden.

„Ich finde die Aktion total toll“, lobte die Gettorferin Belinda Zipkat, die mit ihren Töchtern, der zweijährigen Rosa und der neunjährigen Lucy unterwegs war. „Ich wohne seit drei Jahren in Gettorf. Und ich kaufe gern hier im Ort ein.“ Auch Norbert Koch und Kristiane Molzen freuten sich, dass die cima etwas mit Außenwirkung präsentierte. Der Stand beim Rapsblütenfest sei gut gewesen, fand Norbert Koch, die Vorstellung des Konzepts auch. „Nun wollen wir noch mehr Ergebnisse sehen.“ Er wünsche sich sehr, dass etwas davon hängen bleibt, so dass Nachhaltigkeit gegeben ist, meinte auch Bürgermeister Jürgen Baasch, der die Aktion lobte. „Da kann man nur immer wieder an die Bürger appellieren, die Geschäfte in Gettorf aufzusuchen und den guten Service zu nutzen, um die Wirtschaftskraft vor Ort zu erhalten.“

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