FUSSBALL-KREISKLASSE A : SG BSV/EMTV ohne Schwächephase

Überflieger in dieser Saison: Björn Geng (22 Saisontore) stand mit der SG BSV/EMTV bereits vor dem letzten Spieltag als Meister in Aufsteiger in die Kreisliga fest.
Überflieger in dieser Saison: Björn Geng (22 Saisontore) stand mit der SG BSV/EMTV bereits vor dem letzten Spieltag als Meister in Aufsteiger in die Kreisliga fest.

Im ersten Teil des großen EZ-Saisonrückblicks in der Fußball-Kreisklasse A beschäftigen wir uns mit dem Abschneiden der Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte. Teil zwei folgt in der nächsten Woche.

shz.de von
14. Juni 2014, 06:00 Uhr

Die Fußballfans schauen momentan gebannt und erwartungsvoll zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Brasilien. Auch die Amateure im Kreis Rendsburg-Eckernförde bilden da keine Ausnahme. Dennoch lohnt ein Blick zurück auf ihre eigene, spannende Saison. In der Kreisklasse A gelang es der SG BSV/EMTV dem Wittenseer SV und dem SV Fleckeby, ihre Winterplatzierung zu verteidigen und in die Kreisliga aufzusteigen. Im zweiten Teil geht es in der kommende Woche um die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.

SG BSV/EMTV
Der Meistertitel ging mit deutlichem Vorsprung an die SG, die sich im Laufe der Saison keine einzige Schwächephase erlaubt hat. „Viele meiner Spieler haben in ihrer Entwicklung einen Schritt nach vorne gemacht. Es war gut, dass sie dafür in der Kreisklasse A noch ein Jahr Zeit gehabt haben“, nennt Trainer Stefan Truelsen einen Grund für den souveränen Aufstieg. Doch im Hinblick auf die Kreisligasaison besteht weiterer Verbesserungsbedarf. „Besonders beim Umschaltspiel von Angriff auf Abwehr müssen wir geistig flexibler werden. Zudem ist es an der Zeit, dass die jüngeren Spieler mehr Verantwortung übernehmen“, so Truelsen, der in der abgelaufenen Spielzeit keinen Akteur gesondert herausheben wollte: „Die Mannschaft hat als Kollektiv überzeugt“.
Wittenseer SV
Beim WSV hat wohl niemand damit gerechnet, nach der vergangenen durchwachsenen Saison, so durchzustarten. „Wenn jemand diesen Ausgang vor der Spielzeit prophezeit hätte, wäre er wohl für verrückt erklärt worden“, glaubt Erfolgscoach Peter Thede. Doch es gibt Gründe für den Aufschwung. „Jeder im Team brachte die Bereitschaft mit, für den anderen da zu sein und dessen Fehler auszubügeln. Letztendlich hat uns dieser starke Zusammenhalt den Aufstieg beschert“, ist Thede überzeugt. Bei der Frage nach dem Spieler der Saison kommt der Coach, der weiterhin die sportlichen Geschicke beim WSV leiten wird, neben den Toptorschützen Torben Wulf (23) und Pascal Reimers (22) auch an Torben Rehder nicht vorbei: „Er hatte als Innenverteidiger maßgeblichen Anteil daran, dass wir nur 39 Treffer kassiert haben.“
SV Fleckeby
Fleckebys Coach Francois Cassini wollte die eigene Erwartungshaltung und die der Anhänger nach dem Abstieg aus der Kreisliga mit einer vorsichtigen Zielsetzung nicht zu hoch schrauben. Umso größer war dann die Freude über den nicht unbedingt einkalkulierten, direkten Wiederaufstieg. „Es ging mir in dieser Saison eigentlich vornehmlich darum, neue Hierarchien und Strukturen zu entwickeln. Auch den Teamgeist zu fördern stand zunächst ganz oben auf der Agenda“, so Cassini. Zu den vielen Lichtblicken der abgelaufenen Saison zählt er Jannik Bornerewitz. „Er stand zwar beruflich bedingt nicht so oft zur Verfügung, doch wenn er im Einsatz war, hat er seine Aufgabe, egal welche, zu hundert Prozent erfüllt“, schwärmt Cassini von seinem Mittelfeldabräumer. Bester Torschütze war Jens Matthiesen (21).
Eckernförde IF
IF-Trainer Toni Fahn macht unmissverständlich klar, dass der sechste Platz für ihn einen Erfolg darstellt. Trotz der zwischenzeitlichen Chance, sich noch weiter vorne zu platzieren, sah er die Mannschaft nie in Zugzwang. „Wir sind der kleinste Verein in Eckernförde. Deshalb ist es überhaupt nicht notwendig, dass wir in die Kreisliga aufsteigen“, meint Fahn. Dennoch hätte man den Sprung realisieren können, doch dafür fehlten in der Rückserie die Tore von Raffael Fischer (24), der IF in der Winterpause verlassen hat. Ein Schwachpunkt ist nach wie vor die Disziplin: Gleich zwölf Mal schickten die Unparteiischen einen IF-Akteur vorzeitig vom Feld. Negativrekord der Liga! Spieler der Saison war für Fahn, der dem Club erhalten bleibt, Michael „Jason“ Wight: „Immer beim Training und die Zuverlässigkeit in Person“.
SV Felm
Die Felmer blieben sich bis zum Ende treu, indem sie eine grundsolide Spielzeit mit Platz sieben abschlossen. Zu mehr reichte es jedoch nicht, weil Leistungsträger wie Philip Borrmann und Matthias Winkelmann zu lange mit schwerwiegenden Verletzungen ausfielen. Nur drei Niederlagen kassierte die Truppe von Kay Mielenz nach der Winterpause. Zwei Gründe waren die wiedergewonnene Treffsicherheit von Henrik Listner, der am Ende mit 27 Treffern noch Torschützenkönig wurde, und die Rückkehr von Christopher Grube (16). Verbesserungsbedarf sieht Mielenz, der, wie fast alle aus dem aktuellen Kader, für die neue Saison seine Zusage gegeben hat, beim Umschaltspiel: „Nach einem Fehlpass wird zu behäbig der Rückwärtsgang eingelegt“, moniert Felms Coach, der in Christian Beckmann den Spieler der Saison sah.

Torjägerliste

Kreisklasse A

27 Henrik Listner (SV Felm)

24 Raffael Fischer (Eckernförde IF)
   Henrik Staack (Brekendorfer TSV)
23 Torben Wulf (Wittenseer SV)
22 Daniel Drews (Osdorfer SV II)
   Björn Geng (SG BSV/EMTV)
   Pascal Reimers (Wittenseer SV)
21 Jens Matthiesen (SV Fleckeby)
19 Michele Heidrich (Eckernförde IF)
16 Christian Dalpiaz (SSV Bredenbek)
   Christopher Grube (SV Felm)
   Piet Schulz (FC Fockbek)
15 Timo Ihfe (GW Todenbüttel)
14 Lasse Schwanebeck (SSV Bredenbek)
13 Andreas Eggers (FSV Friedrichsholm)
     Andre Kimitta (SG BSV/EMTV)
12 Sönke Drews (Brekendorfer TSV)

Teil 2 der Bilanz folgt in der kommenden Woche

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