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Leichtathletik : Selina Schulenburg Sechste in China

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Altenholzer Hochspringerin ist mit ihrer Leistung bei den 2. Olympischen Jugendspielen in Nanjing zufrieden. Nach ihrer Rückkehr am kommenden Wochenende darf sie selbst entscheiden, ob ihre Sommersaison beendet ist.

Nanjing | Ihren 16. Geburtstag wird Selina Schulenburg so schnell nicht vergessen. Das liegt nicht nur daran, dass sie diesen statt zu Hause mit ihrer Familie und Freunden im mehr als 7000 Kilometer entfernten chinesischen Nanjing feierte. Grund für ihre erste Reise dorthin war die Teilnahme als zweitjüngste Athletin für das deutsche Nationalteam an den 2. Olympischen Jugendspielen vom 16. bis 28. August. Damit gehörte sie einem kleinen, elitären Kreis von nur 36 Sportlern an, die die Bundesrepublik in Asien vertraten. Das große Ziel des Altenholzer Hochsprung-Talents war die Teilnahme am A-Finale. Dieses erreichte sie schließlich auch souverän mit übersprungenen 1,78 Meter – im ersten Versuch. Damit hatte sie sich ihr größtes Geschenk zwei Tage vor ihrem Geburtstag bereits selbst gemacht. Im Finale überquerte sie die gleiche Höhe und wurde damit Sechste. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden“, sagt die Gymnasiastin.

Der neue, weiße Nationaldress fühlt sich gut an. „Das ist was ganz besonderes mit den olympischen Ringen überall“, strahlt Selina Schulenburg. Qualifiziert hatte sich die Altenholzerin beim Ausscheidungswettkampf in Baku (Aserbaidschan), bei dem sie die 1,77 Meter hoch liegende Latte im dritten Versuch übersprang. Nervenstärke hatte sie dort unter Beweis gestellt.

Mit wechselnden Trainern bei internationalen Wettkämpfen hat sie gute Erfahrungen gemacht. In Altenholz bereitet sie Heimtrainer Karsten Ralfs auf die Wettkämpfe vor, in Baku wurde sie von Sophia Sagonas gecoacht und in Nanjing war es Christine Adams, die auf der Tribüne mitfieberte.

Die Bestleistung der Deutschen U18-Meisterin liegt bei 1,83 Meter. Die Altenholzerin kompensiert ihre fehlende Körpergröße (1,66m) mit ihrem schnellen Anlauf. Aus der Endkampf-Teilnahme wird sie wertvolle internationale Erfahrungen für ihre noch junge Karriere mitnehmen. Zur Goldmedaille in Nanjing flog die Ukrainerin Yuliya Levchenko mit persönlicher Bestleistung von 1,89 m. Ebenfalls eine Steigerung gelang dahinter der Französin Nawal Meniker (1,87 m). Für die favorisierte Tschechin Michela Hruba blieb die Bronzemedaille (1,85 m).

„Nachdem wir die Teilnehmerliste bekommen haben, dachten wir schon, dass sie auf der Kippe zwischen A- und B-Finale stand. Schön, dass es mit dem A-Finale geklappt hat“, freut sich Heimtrainer Ralfs, der mit seinem Schützling im ständigen Schriftkontakt stand. „Es war ein langer Weg, den Selina klasse gemeistert hat. Sie hat in allen wichtigen Wettkämpfen ihre Leistung gebracht – und sich nun in Nanjing dafür belohnt.“ Nach dem Vorwettkampf haben Ralfs und Schulenburg auch noch einmal die Fehlversuche analysiert und sind dann zum Ergebnis gekommen, dass sie die Schritte im Endkampf noch aktiver setzen sollte. „Glücklicherweise ist es auch nicht zu den vorhergesagten Regenspielen gekommen“, sagt Ralfs. Im Gegensatz zum B-Finale war es für Schulenburg und ihre Konkurrentinnen bei 26 bis 29 Grad an beiden Tagen trocken. „Natürlich war das ganze Drumherum mit fünfstelligen Zuschauerzahlen und den Fernsehteams für sie neu, aber im Wettkampf selbst, war sie die Abläufe alle schon gewohnt“, sagt Ralfs. Nach ihrer Rückkehr am Wochenende wird Selina Schulenburg selbst entscheiden, ob die Sommersaison für sie beendet ist oder ob sie eventuell noch beim Landespokal starten oder ihren Kreismeistertitel im Kugelstoßen verteidigen möchte. Nur durch das Hochsprungtraining hat sie sich hier innerhalb von nur zwei Jahren von 7,50m auf 10,32m verbessert. Die Zukunft bleibt also vielversprechend.

Ergebnisse

A-Finale Hochsprung, weiblich

 1. Yuliya Levchenko (Ukraine) 1,89 m (PB)
 2. Nawal Meniker (Frankreich) 1,87m (PB)
 3. Michaela Hruba (Tschechien) 1,85m
 4. Petra Luteran (Ungarn) 1,81m
 5. Elodie Tshilumba (Luxemburg) 1,81m
 6. Selina Schulenburg (Deutschland) 1,78m
 7. Lara Omerzu (Slowenien) 1,75m
 8. Ching-Ching Lee (Taiwan) 1,75m


 

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erstellt am 26.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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