Leichtathletik : Selina Schulenburg geht die U18-WM locker an

Selina Schulbenburg vom TSV Altenholz tritt am Dienstag im kolumbianischen Cali bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Hochsprung an. Der Bundestrainer ist zuversichtlich.

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11. Juli 2015, 06:00 Uhr

Selina Schulenburg, die Deutschland bei der U18-Weltmeisterschaft der Leichtathleten in Cali (Kolumbien) vertritt, hat die Ruhe weg. Am Sonnabend startete sie noch bei den Landesmeisterschaften im Büdelsdorfer Eiderstadion. Jedoch nicht im U18-Hochsprung, der für Sonntag terminiert war. Kurzfristig sprang sie außer Konkurrenz in der Schülerklasse. Mit 1,75 m fiel der Test für sie dabei zufriedenstellend aus. Am Sonntag ging es dann ab nach Florida. Dort wird der Deutschen Nationalmannschaft der letzte Schliff verpasst, um erfolgreich abzuschneiden. Florida dient auch dazu, den Jetlag besser zu verarbeiten, denn Cali liegt gegenüber Deutschland sechs Stunden zurück. „In Florida wird kaum trainiert. Es geht vor allen Dingen darum, den Körper schnell an die herrschenden Bedingungen anzupassen“, erklärt Bundestrainer Jan-Gerrit Keil.

Die Vorbereitung auf Cali hat für die Altenholzerin aber bereits unmittelbar nach der Qualifikation in Schweinfurt begonnen. Da hat die Athletin mit ihrem Altenholzer Trainer Karsten Ralfs schwerpunktmäßig an der Ausprägung der Schnelligkeit und Schnellkraft gearbeitet. Bundestrainer Jan-Gerrit Keil hat dabei vollstes Vertrauen zu seinem Altenholzer Kollegen.

Selina Schulenburg muss in Cali nicht lange warten, denn bereits am ersten Wettkampftag, also am Dienstag, geht es für sie in die Vollen. Zunächst ist die Qualifikation angesagt – um 11:10 Uhr Ortszeit. „Mein Ziel ist es, in das Finale der besten zwölf Springerinnen zu kommen. Das wäre schon toll. Ich werde locker in den Wettkampf gehen“, sagt die Altenholzerin. Im Hinblick auf die Umsetzung dieses Vorhabens, ist der Bundestrainer zuversichtlich. „Selina kann sich sehr gut auf den Wettkampf fokussieren. Natürlich hängt ein guter Wettkampf auch von der Tagesform ab.“

Mit ihren 1,81 m, die ihr das WM-Ticket sicherten, liegt sie im Ranking mit einigen weiteren Springerinnen auf Rang zehn, Nationalmannschaftskollegin Mona Gottschämmer (TV Neu-Isenburg) mit 1,86 m auf Platz drei. Der Bundestrainer traut Schulenburg durchaus mehr als 1,81 m zu. „In Schweinfurt ist sie an 1,84 m nur knapp gescheitert. Das sah schon sehr gut aus.“

Hilfreich wird Schulenburg sicher auch sein, dass sie schon einige internationale Wettkämpfe bestritten hat. Vor allen Dingen die Olympischen Jugendspiele im Vorjahr in Nanjing (China). Da kehrte sie mit Rang sechs zurück. Doch damit beschäftigt sie sich gedanklich nicht – Schulenburg setzt weiter darauf, locker zu bleiben. „Das ist ihr bei wichtigen Wettkämpfen mit hoher Quote gelungen. Selina ist ein ausgesprochener Wettkampf-Typ“, urteilt der Bundestrainer.

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