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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 17:22 Uhr

Historie : Sehestedt im Wandel der Zeit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Foto- Sonderausstellung wird am Sonntag im Sehestedter Dorfmuseum eröffnet

Sehestedt | Jeder Ort verändert sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte. In Sehestedt waren diese Veränderungen durch den Kanal jedoch besonders einschneidend. Auch die zunehmende Mobilität hatte Auswirkungen: „Schlachter, Bäcker und Postagentur – sie alle sind verschwunden“, sagt Susanne Fedders, Vorsitzende des Vereins Dorfmuseum Sehestedt. Die Mitglieder haben sich in den vergangenen Monaten auf Spurensuche begeben. Das Ergebnis ist die Sonderausstellung „Sehestedt im Wandel der Zeit“, die am Sonntag, 23. Juli, um 14 Uhr eröffnet wird.

Das Museum – es ist gemeinsam mit der Pastorenwohnung und dem Kirchenbüro im ehemaligen Pastorat untergebracht – verfügt über einen großen Fundus an alten Fotos. Die Vereinsmitglieder sichteten etliche Ordner und mussten feststellen, dass manche Motive mehrfach, andere gesuchte Objekte dafür nur in schlechter Qualität vorhanden waren. Oder aber sie gaben ihnen Rätsel auf – wie zum Beispiel jenes Bild, dass die Unterschrift „Schmiede Steinwarf“ trägt. Das niedrige Reetdachhaus konnte niemand mit dem heutigen Gebäude an der Landesstraße 42 in Einklang bringen, in dem inzwischen der Betrieb „Hennings Land- und Gartentechnik“ angesiedelt ist. Gespräche mit der noch lebenden Ehefrau des letzten Schmieds brachten dann die Auflösung – die auch den Besuchern der geschichtsträchtigen Ausstellung natürlich nicht vorenthalten wird.

Zu anderen Gebäuden liegen hingegen zahlreiche Informationen vor, wie zum Kaufhaus Johannsen, der heutigen Kanalvilla. Bis zum Jahre 2008 gab es auf der Nordseite noch einen Kaufmann. Nachdem dieser aufgegeben hatte, war der Ort ganze neun Jahre ohne Einkaufsmöglichkeit, bis Ende 2016 der Markttreff eröffnet wurde. Das architektonisch auffällige Gebäude am Kanal-Nordufer ist heute ein Touristenmagnet ersten Ranges.

Die Anlegestellen der Fähren haben sich ebenfalls stark gewandelt. Bei seiner Einweihung 1895 war der Nord-Ostsee- Kanal lediglich 58 Meter breit und wurde noch mit einer Ziehfähre überquert. Heute misst das Kanalbett an der Oberfläche eine Breite von 162 Metern. Die Wasserstraße zerschneidet den Ort zwar – aber die Kanalfähren sind zugleich eine Art schwimmender Treffpunkt.


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erstellt am 21.Jul.2017 | 06:24 Uhr

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