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Thomas Dierck verlässt das Internat : Segeltrainer geht nach 16 Jahren von Bord des Internats

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach 16 Jahren als Segeltrainer und Hausvater wurde der langjährige DSV-Trainer in Louisenlund verabschiedet. Foto: ez

Mit großem Dank verabschiedete die Stiftung Louisenlund im Rahmen ihrer Betriebsweihnachtsfeier ihren langjährigen Segeltrainer und Hausvater Thomas Dierck (63) in den Ruhestand. Dierck war im Juli 1999 nach 17 Jahren als DSV-Bundestrainer von Kiel an die Schlei zum Internatsgymnasium Louisenlund gewechselt, um dort ein Jungenhaus mit 14 Schülern, vor allem aber die Entwicklung des Jollensegelns, einschließlich der Anfängerausbildung, zu übernehmen.

Opti, Teeny, Europe und 420er wurde unter seiner Anleitung gesegelt, unter anderem bei Landes- und Deutschen Meisterschaften. 2007 kam die 29er-Klasse neu hinzu, in der er seine Zöglinge bis zur zweimaligen WM-Teilnahme führte. 16 Mal war Dierck Organisationsleiter der alljährlichen Louisenlunder Herbstpokal-Wettfahrten, einer inzwischen weithin beliebten Nachwuchs- und Umsteiger-Regatta.

Als Hausvater gab er seinen Schützlingen viel Zuwendung sowie vielfältige Anregungen und Unterstützung. Gleichzeitig verdiente er sich ihren Respekt als ein Mann mit klaren Ansagen, der nicht leicht einknickte.

Außerdem war Dierck bei der Erstellung eines Louisenlunder Ehrenkodexes und der Erarbeitung des Leitbildes für die Stiftung tätig. Als Lehrer-Abgeordneter wirkte er zudem mehrere Jahre sehr konstruktiv in der Louisenlunder Konferenz mit.

„Insgesamt schaue ich auf mein zweigeteiltes Berufsleben mit viel Freude zurück“, sagte Dierck. „Es war immer intensiv und stets erfüllend. Während der 17 Jahre als Bundestrainer war ich viel unterwegs, und es kam eine Unzahl von Reise-Kilometern und Wasser-Tagen zusammen. Die Begleitung der Olympiamannschaft 1988 nach Pusan/Korea war ein Höhepunkt für mich“, sagte Dierck.“

„Neben auswärtigen Regatta-Betreuungen konzentrierte sich die Arbeit im Internat auf diesen wunderschönen Ort, den kleinen Hafen und die Schlei“. Als Hausvater wohne man auf dem Schulgelände und sei damit praktisch rund um die Uhr ansprechbar. Gleichzeitig lebe man aber mit höchst lebhaften und ideenreichen Jugendlichen und liebenswerten Kollegen zusammen.

„Unter dem Familienaspekt war und ist besonders schön, dass meine Frau Susanne - nach den Kieler Betreuungsjahren für unsere Kinder - hier ebenfalls ihre Arbeit als Lehrerin wieder aufnehmen konnte und heute die Oberstufen- und die gesamtpädagogische Leitung in der Stiftung ausfüllt“. Da alle seine Kinder auf dem Schul-Campus ihr Abitur gemacht haben, konnte Dierk diese Schulphase ihre jeweilige zweite Schulphase sehr intensiv erleben und begleiten. „Das habe ich ganz besonders genossen“.

Susanne und Thomas Dierck werden weiterhin auf dem Campus wohnen bleiben. Nach dem Ruhestand seiner Frau wollen sie in ihre erste Heimat nach Kiel-Schilksee zurückkehren. Und Dierck ist sicher: „Langweilig wird es nicht werden.“ 

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erstellt am 28.Dez.2015 | 15:42 Uhr

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