Schüler-Cup : Segelprojekt für Schüler

Manöver, wie hier das Bojefischen,  wollen gelernt sein. Beim „Schüler-Cup“, der vor Eckernförde ausgetragen wurde, ging es genau darum.
Manöver, wie hier das Bojefischen, wollen gelernt sein. Beim „Schüler-Cup“, der vor Eckernförde ausgetragen wurde, ging es genau darum.

100 junge Menschen haben am „Schüler-Cup“ vor Eckernförde teilgenommen. Dabei mussten sie Manöver auf See ausführen und Aufgaben an Land bewältigen.

shz.de von
20. September 2013, 05:51 Uhr

Formationssegeln, korrekte Manöver beim Wenden und Halsen und nicht zuletzt das Auffischen einer Boje gehörten zum Wasserprogramm des „Schüler-Cup“, an dem sechs der insgesamt acht „TEAM 8“-Boote in Eckernförde beim Segelclub Eckernförde teilnahmen. Die Teilnehmer kamen aus ganz Schleswig-Holstein. „Unser Ziel ist, Spaß zu haben, dabei zu sein und an Bord alles richtig zu machen“, sagte Klaus Karpen, Vorsitzender des Vereins „Schüler Segeln“ bei der Begrüßung der 100 teilnehmenden Schüler von zehn Schulen.

Jeweils fünf Boote waren am Vor- und Nachmittag mit unterschiedlichen Besatzungen auf dem Wasser, um das vorgegebene Programm abzusegeln. Gab es zu Beginn zunächst einen gemeinsamen Start, war die Abfolge danach von Kommandos abhängig: Ein langer Pfiff mit der Trillerpfeife, das Schwenken einer Flagge auf dem Jury-Boot – jedes Signal musste gemäß Segelanweisung ausgeführt werden. „Nicht einfach bei wechselndem Wind zwischen null und Stärke zwei“, attestierte Peter Beckmann, Verantwortlicher auf dem Wasser.

Gesegelt wurde eine kurze Strecke vor dem SCE-Hafen, dabei kam es weniger auf schnelles Segeln, als vielmehr auf sichere Manöver beim Umrunden von Bojen, Auffischen von Fendern und Segeln in der Kiellinie an. „Durch das enge Formationssegeln ist viel Aufmerksamkeit und Umsicht wie beim Regattasegeln erforderlich“, beschreibt Beckmann die besondere Herausforderung. Sieben bis zehn Kinder waren an Bord für den seemännischen Teil zuständig, ein Lehrer war als „back up“ mit dabei. „Ich habe die Großschot bedient“, berichtete am Mittag ganz stolz Liv Jensen (7) aus Niendorf, die Zweitklässlerin und Tochter einer Begleitlehrerin war die jüngste Teilnehmerin an diesem Tag.

Neben dem seglerischen Teil bewältigten die zehn Schülergruppen auch Aufgaben an Land, zu denen Geschicklichkeit, etwas Seemannschaft und Paddeln im Opti ohne Steuer dazugehörte. „Mehr rechts, mehr links“ wurden die Opti-Mannschaften von Land angefeuert – leicht gesagt, wenn das Boot sich steuerlos für einen eigenen Kurs entschieden hat. Punkte gab es auch für den weitesten Gummistiefelwurf. Wie nass ein Schwamm sein muss, um ihn durch einen Rettungsring zu werfen, hatte am Ende jede Mannschaft drauf.

„Wir möchten, dass alle Schüler in Schleswig-Holstein die Möglichkeit zum Segeln haben“, sagte Klaus Karpen. Wenn sich im kommenden Jahr das 10. Vereinsjubiläum jährt, hofft er, das neunte von zwölf geplanten Booten – alle ausschließlich aus Spenden finanziert –, an einen weiteren Stützpunkt zu übergeben. Gut angelegtes Geld., wie die jungen Segler meinten.

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