Benefiz-Regatta : Segel setzen für einen guten Zweck

Zum dritten Mal waren bei der Regatta um die Blau-Gelbe Kanne in diesem Jahr auch die 29er Jollen am Start.
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Zum dritten Mal waren bei der Regatta um die Blau-Gelbe Kanne in diesem Jahr auch die 29er Jollen am Start.

Zum 15. Mal wurde um die Blau-Gelbe-Kanne gesegelt / Spende von 1841,50 Euro für K.its e.V. an Carsten Köthe überreicht

shz.de von
11. Mai 2015, 06:00 Uhr

Strande | Es war ein kleines Jubiläum, das am Wochenende in Strande anstand: Zum 15. Mal richtete der Ortsverband der FDP die Charity-Regatta um die Blau-Gelbe Kanne aus. Über Jahre hinweg, bis 2012, war die Regatta den Folkebooten vorbehalten, einer Bootsklasse, die überwiegend von älteren Semestern gesegelt wird. 2013 kam mit den 29er Jollen, welche wiederum hauptsächlich von jüngeren Seglern gefahren werden, frischer Wind in die Regatta. Im vergangenen Jahr schließlich schieden die Folkeboote ganz aus, und es kamen zu den 29er Jollen die Boote der Klasse J/80 hinzu. Diese beiden Bootsklassen gingen denn auch in diesem Jahr an den Start.

Dass die Regatten seit dem letzten Jahr nicht mehr zum Saisonende, sondern an deren Beginn ausgetragen werden, begründete FDP-Ortsverbands-Vorsitzende Annette Marberth-Kubicki damit, dass es für die Segler eine gute Vorbereitung auf die kommenden Wettkämpfe der Saison sei. Zudem, so Marberth-Kubicki weiter, seien die Segler am Saisonende auch meist „regattamüde“. Also segelten die Teilnehmer am Sonnabendmittag die erste der insgesamt fünf Regatten des Wochenendes – drei am Sonnabend, zwei am Sonntag. Auch wenn das Wetter nicht immer so ganz mitspielte und das Wasser zeitweise nicht nur von unten, sondern auch von oben kam – der Wind war mittags mit Stärke drei aus Südsüdwest laut Wolfgang Kubicki, der die Regatta mit seiner „Liberty“ begleitete, ideal. Neben den Wettfahrten, dem teils dichten Gedränge an den Wendemarken und dem seglerischen Können der Teilnehmer faszinierte auch der Anblick der mit gesetztem Gennacker auf einen zufahrenden J/80er Boote. Der Anblick der großen, bauchigen Segel, ähnlich einem Spinnaker, weckt Assoziationen an Heißluftballone.

Insgesamt hatten sich laut Annette Marberth-Kubicki 20 Teams zur Regatta, die in der Strander Bucht vor Schilksee gesegelt wurde, gemeldet – elf J/80er und neun 29er. Von ihnen gingen in diesem Jahr Sven Vagt und Johannes Dreesen in der Klasse der J/80-Boote sowie Moritz Block und Matsumi Ando bei den 29er Jollen als Sieger aus den Regatten hervor.

Aber wie immer bei der Blau-Gelben Kanne gings nicht nur ums Segeln. Auch der „Blau-Gelbe Abend“ am Sonnabend im Hotel Acqua, zu dem alle gemeinsam mit Sponsoren und Gästen zusammenkamen, ist fester Bestandteil. Ein Highlight dabei war wieder die Vorführung des Films über die Regatta und das Drumherum, den Jan Block tagsüber aufgenommen hatte. Als Ehrengast wurde Dieter Kipke erwartet. Er war bis 2013 über Jahre der erfolgreichste Folkebootsegler um die Blau-Gelbe Kanne – so erfolgreich, dass er den Wanderpokal 2013 endgültig mit nach Hause nehmen konnte.

Die Regatta ist als Charityveranstaltung deklariert – sämtliche Erlöse und Spenden fließen in diesem Jahr in das Projekt „Carsten Köthe hilft helfen“ des gleichnamigen R.SH-Moderators ein, der in diesem Jahr zugunsten des K.its e.V. Spenden sammelt, einem Verein, der sich um Frühgeborene und schwerkranke Kinder kümmert. Den Betrag in Höhe von 1841,50 Euro nahm der Moderator gestern bei der Siegerehrung entgegen.

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