Tag der Seenotretter : Seenotretter: Einsatz bei Sturm und Regen

Bergung aus der See – demonstriert von Torge Wilhelm im Überlebensanzug.
Bergung aus der See – demonstriert von Torge Wilhelm im Überlebensanzug.

Eckernförder Team zeigt sein Können / Vorstellung des neuen Liegeplatzes am Hafen

shz.de von
27. Juli 2015, 06:52 Uhr

SAR – es sind drei Buchstaben, die alle 20 Seenotkreuzer und 40 Seenotrettungsboote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gemeinsam am Bug haben und die gestern am Tag Seenotretter an den küstenweiten 54 Stationen besondere Beachtung fanden. Es war der Tag der Seenotretter, der seit 17 Jahren immer am letzten Sonntag im Juli mit Informationen rund um die DGzRS, sowie an manchen Standorten mit einer Mitfahrmöglichkeit auf einem der Boote oder Rettungskreuzer wirbt.

War am Vormittag der Andrang noch eher mäßig, wurde das hier beheimatete Seenotrettungsboot „Eckernförde“ im Stadthafen an seinem neuen Liegenplatz erst am frühen Nachmittag zum Magnet, der dann sowohl Einheimische, aber auch viele Urlauber zum Informationstand führte.

Früher im Segelclub Eckernförde beheimatet, hat die DGzRS unmittelbar an der Holzbrücke ihr neues Domizil gefunden, nachdem sich über den weiteren Verbleib im Yachthafen kein gemeinsamer Konsens mit dem Club gefunden hatte. „Wir wären gerne im SCE geblieben“, sagte Dr. Falk Büttner, Arzt der 14-köpfigen Ortsgruppe Eckernförde und verwies darauf, dass von der jetzigen Position nur mit langsamer Geschwindigkeit ausgelaufen werden kann. „Im Notfall ist das schon eine Einschränkung“, machte Vormann Horst Egerland zugleich den Nachteil deutlich.

Nachdem schon im Mai die großzügigen Räume zunächst in Eigenregie hergerichtet und bezogen wurden, war erst vor wenigen Tagen – rechtzeitig zum Tag der Seenotretter – auch die eigens für das Rettungsboot konzipierte Steganlage fertiggestellt. „Natürlich sind wir hier werbetechnisch viel präsenter“, lobte Egerland den neuen Standort, denn die DGzRS finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern.

Wie schnell fährt das Boot? Wieviel Mann Besatzung, ab welchem Alter kann man Seenotretter werden? Die Fragen wurden unermüdlich beantwortet. So nutzte auch Silas Wilhelm aus Fellhorst die Gelegenheit, sich das Rettungsboot von innen anzuschauen und erklären zu lassen. „Gerade im Binnenland sind wir nicht so bekannt und der heutige Tag ist für viele Urlauber die Gelegenheit, etwas über die Gesellschaft zu erfahren“, wies Arndt Richter, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der DGzRS, auf die Bedeutung dieses Tages hin. Ein Jahres T-Shirt, Mützen, Sticker und Schlüsselanhänger wechselten gegen eine Spende den Besitzer, aber auch Vorbeikommende steckten völlig selbstverständlich Münzen und auch mal einen Schein in das Sammelschiffchen, das sich im Nachmittagsverlauf dann doch recht zügig füllte. Bedauert wurde von einigen Interessenten, dass es keine Mitfahrgelegenheit gab.

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