Betreten verboten : Seelustbrücke bleibt gesperrt

Aufgrund eines Sturms vom 27. auf den 28. Mai war der Wellenschlag so heftig, dass die Hölzer der Seelustbrücke stark beschädigt wurden.
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Aufgrund eines Sturms vom 27. auf den 28. Mai war der Wellenschlag so heftig, dass die Hölzer der Seelustbrücke stark beschädigt wurden.

Lieferschwierigkeiten verhindern einen erneuten zügigen Aufbau / Tragwerk soll stabiler werden

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24. Juli 2014, 10:41 Uhr

Blauer Himmel, ruhige See und ein angenehmer Wind aus Ost – perfekte Bedingungen für einen ausgedehnten Strandspaziergang mit Ziel Seelustbrücke. Seit jeher ist die Brücke ein beliebtes Ausflugsziel am Strand – sowohl von Touristen als auch von Einheimischen. Demjenigen, der sie betritt, bietet sie bei jedem Wetter eine unbegrenzte Aussicht auf die See und aufgrund ihrer 70 Meter Länge das Gefühl, sich mitten auf dem Meer zu befinden. Doch das ist zurzeit nicht möglich. Die Brücke ist gesperrt – das Betreten ist verboten.

Nach Auskunft von Dirk Petersen, Sachbearbeiter im Tiefbauamt, sorgte ein starker Sturm vom 27. auf den 28. Mai für einen derart heftigen Wellenschlag, dass die zerstörerischen Kräften, deren die Holzbrücke ausgesetzt war, starke Schäden nach sich zogen. Das Wasser spülte nahezu alle Bohlenbelagsbretter von der Brücke – rund 15 Meter gingen in der See verloren, der Rest wurde an Land entdeckt, wo Mitarbeiter des Bauhofs sie stapelten. „Für Ende Mai ein ungewöhnliches Ereignis“, erklärt Petersen. Es sei besonders ärgerlich, da gerade eine knappe Woche vorher die Brücke nach der Winterpause wieder aufgebaut worden sei. „Diese Arbeit ist jetzt umsonst gewesen“, so Petersen.

Fast neun Wochen ist die Seelustbrücke jetzt gesperrt. Die Stadt würde sie gern wieder instandsetzen, aber Lieferschwierigkeiten verhinderten einen erneuten schnellen Aubau, informiert Dirk Petersen. Um die Brücke in Zukunft vor derartigen Schäden zu schützen, soll das Tragwerk mehr Stabilität erhalten. Geplant ist, mithilfe besonders widerstandsfähiger Gewindestangen aus Edelstahl die drei Längshölzer, auf denen die Bohlenbretter liegen und das Geländer zu beiden Seiten befestigt ist, fester zusammenzuziehen. 10 000 Euro kostet dieses Vorhaben.

„Das Problem: Die Brücke verläuft so tief, dass sie dem Wellenschlag besonders ausgesetzt ist“, so Petersen. Das sei bei der Brücke vor dem Restaurant Kreta nicht der Fall. Sie sei höher. Außerdem schütze dort eine Steinbuhne vor starkem Wellenschlag.

Aufgrund der Lieferschwierigkeiten wage er keine Prognose für einen Aufbau. In den Sommerferien werde das kaum möglich sein. Da stellt sich die Frage, ob sich der Aufbau überhaupt noch lohnt. Denn routinemäßig erfolgt Anfang Oktober bereits wieder der Abbau der Brücke – die Bohlenbretter gehen ins Winterlager.

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