Sechs Fachärzte für die neue Hauptabteilung Geburtshilfe

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05. August 2017, 06:10 Uhr

Zwei ehemalige, ortsansässige Belegärzte der Abteilung Geburtshilfe an der Imland-Klinik Eckernförde sollen sich die Chefarztstelle der künftigen Hauptabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe teilen. Das sieht die derzeitige favorisierte Planung vor (siehe Bericht oben). Einer der beiden hat den Vertrag bereits unterschrieben, sein Kollege soll in wenigen Tagen folgen. Der Geschäftsführer der Imland-Klinik, Dr. Hans-Markus Johannsen, erklärte, dass man die Hauptabteilung mit sechs angestellten Fachärzten möglichst zügig personell so aufstellen möchte, dass der Einsatz von Honorarärzten nicht mehr erforderlich ist. Bis zur Vollbesetzung der künftigen Hauptabteilung könnten übergangsweise auch Assistenzärzte oder Fachärzte im Rufdienst Aufgaben übernehmen. Der Geschäftsführer begrüßt den künftigen „24/7-Anwesenheitsdienst von Ärzten“ in der Abteilung. Die Versorgung von Neugeborenen und Kindern sieht Johannsen mit der Fortführung des Konsildienstes als gewährleistet an.

Die gesundheitspolitische Sprecherin des Vereins Geburt e.V., Alexandra Bruns, hatte im Vorwege der nicht-öffentlichen Hauptausschusssitzung die Gelegenheit, das Wirtschaftsgutachten des Vereins eingehend vorzustellen. Bruns sprach von einer positiven Aufnahme der Positionen, die vor wenigen Wochen im Technik- und Ökologiezentrum Eckernförde vorgestellt worden waren („Geburt e.V. errechnet schwarze Null“, EZ v. 15. Juni). Bruns erläuterte ihre Berechnungen, deren Richtigkeit von der Klinik-Geschäftsführung bestritten worden waren. Bruns äußerte zudem ihre Zweifel, dass es für die jüngst von der Klinikleitung auferlegten Beschränkungen bei der Aufnahme von Gebärenden (u.a. keine Aufnahme von Frauen über 40 und mit Mehrlingsgeburten) keine rechtlich-bindenden Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses für Gesundheit gebe, die ein solches Vorgehen vorschreiben würden.

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