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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 00:34 Uhr

Freitag Eröffnung : Schwimmender Kultur-Salon

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Micha Bund präsentiert ab Freitag an Bord der „Andreas Gayk“ ein neues gastronomisches und kulturelles Angebot: Den Kultur-Salon. Neben Pizza, Pasta und Torten sowie ausgewählten Getränken lockt ein Mix aus Vorträgen, Musik und Unterhaltung.

von
erstellt am 29.Okt.2013 | 06:42 Uhr

Die große Zeit des zollfreien Einkaufs und der sogenannten Butterdampfer kehrt zwar nicht zurück, doch die Besucher des früheren und gerade wieder instandgesetzten Fahrgastschiffes „Andreas Gayk“ erhalten im Eckernförder Hafen zumindest einen Hauch von Küstenausflugsschifffahrt, auch wenn das Schiff fest vertäut ist. Die Eigner und Traditionsskipper Rieke Boomgaarden (Sigandor) und Wolfgang Beier (Jachara) haben den „Roten Salon“ bereits in Betrieb genommen und arbeiten gerade fieberhaft an der Herrichtung des Großen Salons. Im Frühjahr nächsten Jahres soll das Schiff dann auch zu kleinen Ausflugsfahrten ablegen.

Ganz bescheiden hat sich nebenan ebenfalls Einiges getan: Micha Bund, von 1997 bis 2001 Eckernförder Touristikchef und amtierender Ratsherr, hat sich des kleinen Salons angenommen und ihn von Grund auf saniert. Vieles wurde erneuert, vom Fußboden über den neuen Tresen bis zur Deckenleuchte, aber der Zuschnitt, die Fenster, Bullaugen, Bänke und Tische sind erhalten geblieben und wecken Erinnerungen an die große Zeit der Butterschifffahrt in Eckernförde. Am kommenden Freitag eröffnet Bund seinen Kultur-Salon an Bord der „Andreas Gayk“. Mit diesem gastronomisch-kulturellem Projekt erfüllt sich der gelernte Hotelfachmann und studierte Touristiker einen lang gehegten und nie ad acta gelegten Jugendtraum. Er wird an vier Abenden in der Woche ab 18 Uhr – sonntags bereits ab mittags – ausgewählte Speisen und Getränke an Bord anbieten und garniert das Ganze mit wechselnden Kulturangeboten vom Vortrag bis zum Live-Konzert – bei freiem Eintritt.

Mit viel Engagement, großer Freude und überschaubarem unternehmerischen Risiko steigt Micha Bund am Wochenende in den sechsmonatigen Probebetrieb ein. Geöffnet wird der Kultur-Salon am Freitag um 18 Uhr, um 19 Uhr begrüßt er alle interessierten Gäste an Bord, erklärt sein Projekt und hat von 19 bis 19.30 Uhr mit Helmut Herzog (Geige) und Bianka Brüdgam (Akkordeon) auch gleich zwei Musiker dabei.

Bunds Konzept sieht vor, dass die kulturellen Beiträge auf eine halbe Stunde begrenzt sind und auf diese Weise bis zu drei verschiedene Auftritt den Abend im Kultur-Salon bereichern können. Der Salonbetreiber möchte seinen Gästen Freiraum lassen und ein „abendbegleitendes Kulturprogramm bieten“, das mit der Geselligkeit an Bord und der Beköstigung eine harmonische Einheit bilden soll. Besonderes Flair ist dabei garantiert und wird durch den Blick auf die Hafenspitze und das Borbyer Ufer sowie stilvolle Zugaben wie Porzellan aus Meissen, Gläser und Silberbesteck unterstützt. Bund stellt sogar vier Sessel aus großelterlichen Besitz in den Salon.

Gastronomisch setzt er auf Kooperationen. „Wir haben 77 Restaurants in Eckernförde, da brauchen wir kein 78.“ Stattdessen hat Bund mit Alfredo und dem Utgard von Matthias Huber zwei Gastronomen gefunden, die Pasta und Pizza zu den gleichen Preisen wie im Lokal an Bord liefern. Selbstgebackene Torten steuert das Tortenstübchen im Jungfernstieg bei, Wein liefert das Schlossgut Schmitt aus Gunterblum am Rhein, Sekt die Kellerei Geldermann, der Apfelsaft stammt aus dem Bundschen Familiengarten im Odenwald.

Das Kulturprogramm hat Micha Bund zusammen mit dem Volkskundler Dr. Heinrich Mehl ausgearbeitet. Sie haben eine bunte Mischung aus lokalen Referenten und Vorträgen zu maritimen Themen, Musik und Unterhaltung geplant, das jederzeit ergänzt werden kann, wobei Anregungen der Gäste gerne aufgegriffen werden. Es soll Tanzvorführungen geben, Lesungen, Abende voller Geschichte und Geschichten, Verkostungen von Eckernförder Trinkspezialitäten, Schach- und Kartenspielabende und vieles mehr.

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