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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2017 | 01:30 Uhr

Kraneinsatz : Schwerstarbeit in luftiger Höhe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Sanierungsarbeiten am Dach des Kultur- und Bildungszentrums haben begonnen

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Seit November 2012, gerade mal fünf Jahre nach Fertigstellung, ist das Kultur- und Bildungszentrum (KuBiz) in der Süderstraße gesperrt, im Oktober vergangenen Jahres zeigte sich das ganze Ausmaß der Schäden am maroden Dach, die größer waren als ursprünglich angenommen. „Zunächst dachten wir, dass lediglich die Isolierung getauscht werden müsse. Das war allerdings ein Trugschluss“, so Schulverbandsvorsteher Hans-Ulrich Frank. Jetzt, bei trockener Witterung, wurde mit der kompletten Erneuerung des Dachs begonnen. Die maroden Balken werden vom Dach genommen und durch neue ersetzt.

Hierfür ist die Süderstraße in Höhe des KuBiz gesperrt und schweres Gerät im Einsatz. Insgesamt muss Kranführer Klaus Kolzarek von Voss-Krane aus Neumünster 18 marode Balken vom Dach holen und ebenso viele neue, jeweils 1,3 Tonnen schwere Balken wieder nach oben hieven. Unterstützt wird er dabei von Mitarbeitern der Zimmerei und Dachdeckerei Hildebrandt aus Neumünster, die die Balken beim Transport aufs Dach mittels Tampen stabilisieren und auch die eigentlichen Arbeiten in luftiger Höhe erledigen. Bei den Balken aus Nadelholz handelt es sich um Leimbinder aus Brettschichtholz, bei dem mehrere Brettlagen miteinander verleimt sind. „Das KuBiz stillzulegen und dadurch Gefahr abzuwenden, war eine absolut richtige Entscheidung, ebenso wie der Austausch sämtlicher Dachträger“, sagte Schulverbandsvorsther Hans-Ulrich Frank, der sich mit Bürgermeister Jürgen Baasch gestern vom Fortschritt der Arbeiten überzeugte. Drei Binder werden pro Tag ausgetauscht, so dass der Kran noch die ganze Woche im Einsatz sein wird. Wenn alles weiter nach Plan läuft, soll Ende April alles fertig sein, und Mitte Mai die Übergabe nach technischer Prüfung und einem Probelauf erfolgen, sagte Frank. Die Sanierungskosten, sie werden von der Versicherung des Architekten übernommen, belaufen sich nach Franks Angaben auf gut eine halbe Million Euro – die ursprünglich veranschlagten 350 000 Euro reichten angesichts des Schadensausmaßes denn doch nicht aus. Aber dann hat das KuBiz ein neues Dach, welches hoffentlich länger halten wird als gerade mal fünf Jahre.

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