zur Navigation springen

Schwerlastverkehr: Rat fordert Kostenübernahme

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Verkehr belastet Mensch und Material. An dieser Feststellung kommt derzeit niemand vorbei. Die Anwohner im Domstag, der Berliner und Rendsburger Straße sind derzeit nicht gut auf die marode Rader Hochbrücke und den Kanaltunnel zu sprechen, weil sie Verursacher des extrem angestiegenen Schwerlastverkehrs auf den innerörtlichen Ausweichstrecken sind.

Die Ratsversammlung hat am Mittwochabend auf Antrag der CDU in einer einstimmig (bei Enthaltung Rainer Beuthel, Linke) verfassten Resolution Bund und Land zur Kostenübernahme der durch den erhöhten Verkehr aufgetretenen Straßenschäden aufgefordert und auf eine vorgezogene Sanierung des maroden und reparaturanfälligen Bahnübergangs Domstag gedrängt. Zudem soll ein Notfallplan zur Verkehrsleitung für ähnliche Ausnahmesituationen erarbeitet werden. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wird aufgefordert, die Sanierungsarbeiten am Kanaltunnel zu beschleunigen. Ausdrücklich begrüßt werden die schnell getroffenen Maßnahmen der Stadt wie das absolute Halteverbot in Domstag und Wulfsteert. Gleiches kann sich Jörg Hollmann (CDU) auch in der Berliner Straße zwischen dem Lornsenplatz und dem Bahnübergang Seegarten vorstellen. Mit in die Resolution aufgenommen wurden nach Rückmeldungen von Eltern auch Maßnahmen zur Schulwegsicherung im Bereich Auf der Höhe / Domstag / Sehestedter Straße, weil es dort verstärkt zu Gefährdungen von Schulkindern durch die Fahrzeuge gekommen sein soll. Geprüft werden soll unter anderem, Stadthelfer für diesen Zweck abzustellen, sagte Bürgermeister Jörg Sibbel.

Für Antragsteller Jörg Hollmann (CDU) ist das Signal der Geschlossenheit wichtig, um so gegenüber den übergeordneten Behörden Druck aufbauen zu können. Martin Klimach-Dreger berichtete über die anstrengenden und aufwändigen Sanierungsarbeiten im Kanaltunnel. An Wochenenden und nachts könne dort wegen der enormen Lautstärke mit Rücksicht auf die Anwohner nicht gearbeitet werden, erklärte er auf Nachfrage von Dr. Reinhard Jentzsch (Bürger-Forum), der sich für eine zügige Sanierung aussprach, um den Missstand schnellstmöglich zu beheben. Rainer Beuthel (Linke) wollte sich nicht anschließen, er bezeichnete die Verkehrspolitik als verfehlt, weil sie nur einseitig auf den Individualverkehr ausgerichtet sei.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 20.Sep.2013 | 06:29 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen