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Kreis Rendsburg-Eckernförde : Schweinswal tot am Eckernförder Strand angespült

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach den toten Pottwalen und dem Orca an der Nordsee nun auch ein trauriger Fund an der Ostsee. Ein Schweinswal wurde in Eckernförde gefunden. Er soll nun untersucht werden.

Eckernförde | Ein toter Schweinswal (Phocoena phocoena) ist am Sonntag am Eckernförder Strand, in Höhe des Meerwasserwellenbades, aufgefunden worden. Seehundjäger Werner Wietzker hat das männliche Tier am Nachmittag nach Büsum gebracht, wo es von Mitarbeitern des Instituts für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAF) der Tierärztlichen Hochschule Hannover seziert und untersucht werden soll. Wietzker ist gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Klink für die Ostseeküste von Eckernförde bis Kappeln zuständig.

Wieder ein trauriger Fund an Schleswig-Holsteins Küsten. Nach dem Orca-Kalb auf Sylt und den gestrandeten Pottwalen an der Nordsee wurde nun ein Schweinswal gefunden.

„Der Wal ist etwa eineinhalb Jahre alt und 20 bis 30 Kilogramm schwer“, so Wietzker auf EZ-Nachfrage. Äußerliche Verletzungen konnte er nicht feststellen. Auch sei der Schweinswal sehr gut genährt gewesen. Zu der Todesursache könnte daher erst nach den Untersuchungen von den Fachleuten etwas gesagt werden.

Eventuell verendete der Schweinswal aufgrund innerer Krankheiten, eventuell war der Wal auch ein Beifang eines Fischers. Der Wal habe sich vielleicht aus dem Netz befreien können, sei dann aber so geschwächt gewesen, dass er das nicht überlebte. Natürliche Feinde hätten die Schweinswale nicht, sagte Wietzker. Allerdings käme es vor, dass sie von Seehunden verletzt werden und sterben.

So eindrucksvoll so ein Fund am Strand auch sein kann, Werner Wietzker warnt vor allem Hundebesitzer, ihre Vierbeiner nahe an den Kadaver zu lassen. „Die Schweinswale können Krankheiten, wie Staupe, übertragen.“

Neben Kegelrobben und Seehunden zählen Schweinswale zu den größten Tieren der Ostsee.

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