zur Navigation springen

NACH DEN TRAGISCHEN EREIGNISSEN IN BERLIN : Schweigen für die Opfer, aber die Lebensfreude muss bleiben

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Tiefe Betroffenheit herrschte den Tag nach dem Terroranschlag in Berlin auf dem Eckernförder Weihnachtsmarkt. Die Polizei zeigt verstärkt Präsenz.

Eckernförde | Mit einer Schweigeminute um 18 Uhr zum Klang der Kirchenglocken gedachten die Schausteller, die am Montagabend Kollegen beim Terroranschlag in Berlin verloren haben, und die vielen Besucher der Toten und Verletzten. Der Deutsche Schaustellerbund hatte bundesweit zu der Schweigeminute aufgerufen – auch auf dem Eckernförder Weihnachtsmarkt hielten die Menschen sichtbar bewegt inne.

„Dieser Vorfall ist das Schlimmste, was einem Veranstalter passieren kann“, sagte Ulrike Dallmann von der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, die die Menschen per Megaphon über die Aktion informierte. Sie selbst sei erschüttert, betonte aber, „dass wir nicht in Angst erstarren dürfen.“ Dem konnte Schausteller Frank Parge (36), der den Zuckerstand und das Karussell betreibt, nur zustimmen. „Ich fühle mich in Eckernförde sehr sicher“, sagte er. Als Mitglied des Landesverbandes der Schausteller hatte er unmittelbar nach dem Geschehen Kontakt zu Kollegen in Berlin. Zwar seien alle bestürzt, aber man dürfe nicht in Angst verfallen, so der Neumünsteraner, dessen Familie seit Beginn des Eckernförder Weihnachtsmarktes den Zuckerstand betreibt. An seinem Stand seien die Vorfälle in Berlin schon ein Gesprächsthema, erklärte Martin Gronwald (52), der die Tiroler Hütte betreibt. Auch er fühle sich in Eckernförde ziemlich sicher, sagte er, das Schließen des Standes komme für ihn überhaupt nicht in Betracht. Auch eine Jugendgruppe aus dem „Haus“ war extra gekommen, um ihr Mitgefühl zu zeigen. „Das gehört sich einfach“, sagte Mitarbeiter Thoren Kohlweyer.

Nach Auskunft der Polizei dürfen die Bürger sich in Eckernförde auf dem Weihnachtsmarkt weiterhin sicher fühlen. „Wir sind präsent, wir laufen verstärkt Streife“, erklärte Revierleiter Ralf Lohmeyer auf Nachfrage. Bereits vor den Ereignissen vorgestern in Berlin gab es Überlegungen zum Schutz von Veranstaltungen. Lohmeyer wies gleichzeitig darauf hin, dass es eine letztgültige Sicherheit nicht gebe.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 21.Dez.2016 | 05:08 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen