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Bürgerfest auf Schloss Bellevue : Schwedler und Pick zu Gast beim Staatsoberhaupt

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zwei Eckernförder Ehrenamtler sind vom Bundespräsidenten Joachim Gauck zum Bürgerfest eingeladen worden: Erika Schwedler und Hinrich Pick. Sie berichten von einem unvergesslichen Erlebnis.

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erstellt am 17.Sep.2015 | 06:07 Uhr

Eckernförde | Einmal war es der Chip seiner Kreditkarte, das andere Mal der Schlüsselbund – zweimal piepte es bei Alfons Schwedler. Als er alles Metallische abgelegt hatte, kam auch er durch die Schleuse und erhielt Zutritt in den Park des Bundespräsidenten. Alfons Schwedler begleitete seine Frau Erika, die die Leser der Eckernförder Zeitung 2014 wegen ihres jahrzehntelangen Einsatzes für Bedürftige zum Menschen des Jahres gewählt hatten (wir berichteten). Das war vermutlich auch ihre Eintrittskarte zum Bürgerfest des Bundespräsidenten am vergangenen Wochenende, an dem sie in Begleitung ihres Mannes teilnahm und noch ein paar Tage Berlin dranhängte.

Erika Schwedler dürfte einer der wenigen der insgesamt 5000 geladenen Bürger gewesen sein, die ein Gastgeschenk für den Bundespräsidenten dabei hatten: ein von Hermann Wolter gesponsertes Eckernförder Fischerhemd mit rotem Tuch und eine gestickte Grußkarte von ihrer Handarbeitskollegin Ruth Hannig – beides lieferte sie am Eingang ab. „Mir wurde versprochen, dass die Geschenke Herrn Gauck überreicht werden - jetzt bin ich auf das Echo gespannt“, sagt Erika Schwedler. Mit ins Reisegepäck hatten die Schwedlers auch zwei Postkarten des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen gesteckt. Und – es war schwer genug – sie haben es tatsächlich geschafft, eine Unterschrift von Joachim Gauck zu ergattern. „Er war permanent abgeschirmt von seinen Bodyguards, da war kein Rankommen möglich. Als aber eine Jugendgruppe es schaffte, in den inneren Ring hineinzukommen, habe ich mich mit eingeschleust, die Green Screen-Karten hervorgeholt und gesagt: ’Herr Bundespräsident, ich bitte Sie um ein Autogramm!’“, berichtet Alfons Schwedler. Und Joachim Gauck unterzeichnete, ein Gespräch war jedoch nicht möglich. „Es war unmöglich, an den Mann heranzukommen. Er tut mir fast ein bisschen leid, er hat kein Privatleben. Ich möchte nicht mit ihm tauschen.“

Die zweite Green Screen-Karte trägt die Unterschrift von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), die weitgehend unerkannt und daher entspannt über das riesige Festgelände ging. Alfons und Erika Schwedler sprachen sie an, es wurde ein nettes Gespräch. „Frau Schwesig hat einen natürlichen Charme“, freute sich vor allen Alfons Schwedler über die Begegnung mit der attraktiven Ministerin. Green Screen war ihr zwar unbekannt, „aber sie war sehr interessiert, als wir davon erzählten“. Den Festivalmachern rät Alfons Schwedler nach der Abfuhr aus Kiel den Kontakt nach Berlin zu suchen, „dort gibt es auch ein Ministerium für Kultur“.

Die Schwedlers kamen beim Bürgerfest aus dem Staunen nicht heraus. Das Programm war hochkarätig und vielfältig, Musik, Diskussionen, Vorführungen und jede Menge interessante Informationen und Begegnungen in der großen Zeltstadt im Park des Schlosses Bellevue machten die Teilnahme zu einem Erlebnis „das mir keiner mehr nehmen kann“, sagte eine begeisterte Erika Schwedler, die am Ende der aufregenden Berlin-Reise aber auch sagte: „Wie schön ist doch Eckernförde.“

Auch Hinrich Pick, 2. Vormann der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Eckernförde, war vom Bundespräsidenten eingeladen worden. Ein Treffen mit Gauck war auch ihm nicht vergönnt. Pick hatte seinen DGzRS-Mitstreiter Dr. Falk Buettner an seiner Seite und war ebenfalls begeistert: „Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen“. Der gebürtige Spiekerooger , der dramatische Einsätze miterlebt hat, hat sich ganz der Lebensrettung auf See verschrieben, erst an der Nordsee und seit 27 Jahren an der Ostsee in Eckernförde.

 

 

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