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Parkraumkonzept : Schulweg und Grüner Weg die Parkoptionen der Zukunft

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Bauausschuss hat sich einstimmig für ein neues Parkraumkonzept ausgesprochen. Potentialflächen sind der Schulweg und der Grüne Weg. Bis 2030 sollen 550 zusätzliche Parkplätze entstehen.

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erstellt am 06.Mär.2015 | 06:29 Uhr

Eckernförde | Mit neuen Parkplätze am Schulweg, Grünen Weg und auf „Gleis 3“ gegenüber des P+R-Parkplatzes am Schulweg möchte die Stadt die durch Baumaßnahmen rund um die Nooröffnung wegfallenden Stellplätze kompensieren und darüber hinaus zusätzliche Kapazitäten schaffen. Das geht aus dem Parkraumkonzept hervor, das der Bauausschuss am Mittwochabend unter der Leitung von Matthias Huber (Bürger-Forum) einstimmig zur Annahme durch die Ratsversammlung empfohlen hat.

Derzeit suchten täglich rund 8500 Fahrzeuge Parkplätze in der Innenstadt. Den Autofahrern stehen zwischen Hafen und Grüner Weg rund 4000 Parkplätze zur Verfügung – jeweils zur Hälfte öffentliche und private Parkplätze. Für Planer Michael Hinz vom Neumünsteraner Wasser- und Verkehrs-Kontor (WVK), der das Parkraumkonzept zusammen mit dem Bauamt erarbeitet hat, ist das „ausreichend“. Eine Erweiterung sei nicht zwingend notwendig, aber möglich, so Hinz. Kapazitätsprobleme gebe es lediglich bei „saisonalen Veranstaltungen“ wie dem monatlichen Fischmarkt mit durchschnittlich 40  000 Besuchern. An solchen Tagen empfiehlt Hinz die Einrichtung von „Behelfsparkplätzen“ wie am Schulzentrum Süd und den Einsatz eines Bus-Shuttle-Verkehrs zur Innenstadt. Bis 2030 soll die Zahl der Parkplätze um 550 ansteigen. Parallel zu den Kfz-Stellplätzen soll auch das Angebot von Fahrradabstellplätzen deutlich ausgebaut werden. Am Bahnhof könnte eine professionelle Fahrradstation gebaut werden, es sollten mehr verschließbare Fahrradboxen am Bahnhof aufgestellt und weitere Abstellmöglichkeiten im Zentrum geschaffen sowie Abstellplätze für Fahrräder mit Anhänger und Ladestationen für E-Bikes errichtet werden, empfahl Michael Hinz.

Die wichtigste innerstädtische Park-Potenzialfläche ist der Schulweg. Zwischen Bahnhof und EZ-Verlagshaus befindet sich ein P+R-Parkplatz mit derzeit 300 Stellplätzen. Die Kapazität ließe sich mit einem bis zu viergeschossigen Parkdeck auf 600 verdoppeln, sagte Hinz., wobei er gleich die Frage hinterherschob, ob das baulich auch so gewollt sei. Weitere 250 Stellplätze könnten durch eine Ausweitung bzw. Aufstockung am Grünen Weg erreicht werden, wobei dafür auch eine Querung der Gleise erforderlich wäre. Hinz plädierte dafür, das Gros der Parkplätze so nah wie möglich am Hauptzubringer zur Innenstadt, den fußläufig erreichbaren Schulweg, zu schaffen.

Für Sören Vollert (Die Grünen) ist der Parkplatz Schulweg genauso wie der ZOB vielmehr „eine ideale Gewerbefläche“. Er regte an, die Parkpalette auf das nicht mehr genutzte Gleis 3 gegenüber am Grünen Weg zu bauen, „sonst werden wir uns in 15 Jahren vielleicht ärgern“. Jürgen Neumann (SPD) sprach sich für eine weitergehende Aufstockung des Parkplatzes Grüner Weg aus. Der Schulweg sollte - auch im Hinblick auf die noch ausstehende Entscheidung der Bahn über den Verkauf des Bahnhofsgebäudes – noch nicht überplant werden. Und: „Möglicherweise wird der Parkplatz Schulweg ja zum neuen ZOB“. Auch Rainer Bosse (SSW) sprach sich für die Verlagerung der Parkfläche „auf die andere Gleisseite“ aus. Dort könnten die Autofahrer ohne Gleisüberquerung direkt von der B 76 ein- und ausfahren, außerdem „verschandelt das Parkdeck“ dann die Umgebung nicht so sehr. „Ein viergeschossiges Parkhaus am Schulweg kann ich mir überhaupt nicht vorstellen“, so Bosse.

Bürgermeister Jörg Sibbel wies auf das geplante Groß-Kino mit 770 Plätzen hin, dass immer wieder in den Überlegungen zum Parkraum erwähnt werde. Solange man aber seitens der Bahn noch keine verlässliche Grundlage mit einem akzeptablen Kaufpreis habe, sollte auch kein Ratsbeschluss erfolgen, weil der dann im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen wieder aufgehoben werden müsste. Eine Beschlussempfehlung durch den Bauausschuss sei in Ordnung, sie sollte aber noch nicht der Ratsversammlung am 16. März zum Beschluss vorgelegt werden.

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